Ein
großes Sorry für den Titel, aber manchmal muss es einfach raus.
Unser
Marsch zum 3. Platz in der Premier League geht also weiter. Wieder
ein sicherer Sieg, diesmal auch kein Gegentor, und dass obwohl der
viel geschmähte Djourou statt Koscielny (Sehnentzündung
im Knie) spielte. Dazu drei Tore ohne dass van Persie getroffen hat.
Das alles kann sich sehen lassen. Im Gegensatz zum Spiel am Mittwoch
war es jedenfalls auch für die Nerven der Fans ein positiver
Nachmittag. Le Bohemien hat sich dahingehend schon Sorgen gemacht.
Und auch an dieser Stelle wurde schon die Befürchtung geäußert,
dass eines Tages der Arzt ein Arsenal Verbot ausspricht.
Aufgewertet
wurde unser souveräner Heimsieg durch das 0:0 zwischen Chelsea und
Tottenham davor. Während Arsenal jetzt 8 Punkte vor den Blauen und 3
Punkte vor den Sümpflern steht, wird es für Chelsea auch für den
4. Platz schon schwierig. Denn so schwach einzelne Spieler von
Deppenham gestern wahren (Modric, Bale, und vor allem Assou-Ekotto),
unter dem Strich war man dem Sieg näher als Chelski. Die von unter
der Brücke in Stamford haben das Spiel zwar stärker begonnen, aber
in der zweiten Halbzeit ist ihnen nicht mehr viel eingefallen. Sp*rs
hatten in Halbzeit zwei über 60% Ballbesitz, wenn ich mich recht
entsinne. Die lilienweißen c***s mögen einen schlechten Lauf haben,
das Team in der Krise ist aber eindeutig Chelsea. So wird das auch
nichts in der Champions League.
Für
die Gunners heißt das dranbleiben. Nächste Woche geht es gegen QPR,
einen Abstiegskandidaten. Trotzdem wird es nicht leicht, vor allem
das Zusammentreffen von Gervinho und Joey Barton wird im Vorfeld
sicher ordentlich aufgebauscht. Und der kleine Irre ist immer für
eine Einlage gut. Hoffen wir dass unser Ivorer die Nerven behält und
vielleicht verpasst Song dem selbsternannten Intellektuellen des
englischen Fußballs ja eine tödliche Umarmung. Wie auch immer, 3
Punkte sind essentiell, denn am Ostersonntag geht es gegen City. Und
auch wenn die Himmelblauen Nerven zeigen, offenbar ist man beim 1:1
gegen Stoke aus
dem Brittania Stadium getreten worden, wird das trotzdem ein
hartes Stück Arbeit, bei dem unter Umständen am Ende keine 3 Punkte
stehen. Da wäre in ordentlicher Polster von Vorteil.
Jetzt
wo das Team wieder mit den Adlern kreist, um eine bekannten
österreichischen Fußballexperten zu zitieren, wird es auch immer
Interessanter wer nächste Saison die Gunners verstärkt. Und da wir
hier nicht ständig herum spekulieren wollen, besprechen wir doch
einmal die Spieler im Kader, die diese Saison nicht so viel beitragen
konnten. Nein nicht Diaby, den an seiner Situation wird sich nicht
viel ändern, behaupte ich mal. Aber Wilshere sollte uns nächste
Saison wieder zur Verfügung stehen. Der chef (im englischen Sinn des
französischen Wortes) meinte gestern in apokalyptischer Stimmung,
dass Wilshere nach dieser langen Verletzung nie so gut werden wird,
wie er hätte werden können, wenn er nicht so lange verletzt gewesen
wäre. Irgendwie hat das der junge Mann einfacher formuliert, aber
wie auch immer. Natürlich wird das fehlende Jahr Praxis nicht
spurlos an ihm vorüber gehen. Diaby ist wohl das beste Beispiel wie
so eine lange Pause einen Spieler aus der Bahn werfen kann. Auch
Eduardo und Rosicky haben Karrieren nicht dort fortsetzen können, wo
sie aufgehört haben, obwohl der letztere im Moment in großartiger
Form ist. Trotzdem glaube ich, spielt sich da mehr im Kopf ab als im
Körper. Wenn die Verletzung ausgeheilt ist, und die Rehabilitation
entsprechend durchgeführt wurde, dann gibt es medizinisch eigentlich
keinen Grund, nicht wieder zu alter Form zu finden. Und Wilshere
sprudelt geradezu über vor Selbstvertrauen. Die Vereinspolitik und
Arsène Wenger werden jedenfalls dafür sorgen, dass wir uns das
Experiment am lebenden Objekt ansehen können. Für Wenger fällt
Jack sowieso unter die Kategorie "Wie eine Neuverpflichtung".
Die
anderen beiden, sind Coquelin und Frimpong, wobei der zweite noch
einige Zeit vor sich hat, bis er wieder mit dem Training beginnen
kann. Coquelin ist aber jedenfalls eine große Verstärkung und es
wird interessant zu beobachten, was er leisten kann, wenn er endlich
seine Chance im defensiven Mittelfeld bekommt und nicht ständig wo
anders aushelfen muss, was er aber immer tadellos gemeistert hat. Wie
schon einmal gesagt, er war eine der positiven Figuren im
Stahlgewitter von Manchester, als er dort auf seiner Position spielen
konnte.
Der
Kanonier selbst kann das nächste Spiel jedenfalls nicht live sehen,
nachdem wieder jemand seine Geburtstagsfeier am Spieltermin platziert
hat. Rücksichtslose Menschen gibt es. Aufnehmen scheidet diesmal
auch aus, ich fürchte mehr als Match of the Day wird es nicht
werden, wenn überhaupt.
In
diesem Sinne, Up the Arsenal!