Nachdem Arsenal am Samstag
3 Punkte aus dem Selhurst Park mitgenommen hat, in einer Partie die sich
angefühlt hat, wie wenn man in einen Kaugummi steigt und bei jedem weiteren
Schritt denkt: Es zieht sich! („Des zaht si!“ mit einer längeren Betonung auf
dem a, würde man in Wien sagen), folgt nun der Ernst des Lebens. Nicht
unbedingt schon morgen Abend im Ligapokal gegen Chelski, aber danach am Samstag
beim Gipfeltreffen gegen Liverpool. Dem Duell mit den Reds folgt das Rückspiel
in Dortmund, was sicher auch kein Spaziergang werden wird und schließlich
wieder etwas rotes, auswärts in Manchester. Danach wissen wir mehr.
Noch ein paar Worte zum
Spiel vom Samstag. Die Gunners hatten sicher nicht ihren besten Tag, vor allem
der eine oder andere Schlüsselspieler wirkte zum Teil gehemmt. Auf der anderen
Seite habe ich die Highlights dieses Spiels über das Wochenende mehrfach
gesehen (Sky Deutschland) und wenn es Torchancen gab, dann in erster Linie von Arsenal.
So gesehen sind wir vielleicht schon wieder etwas zu kritisch mit unseren
Helden. Den am Ende haben wir trotz eines nummerischen Nachteils in der zweiten
Halbzeit, verursacht durch ein Foul von Chamakh an Arteta (je öfter ich die
Szene gesehen habe, desto mehr hat sich meine Meinung gefestigt) mit 2:0 Toren
gewonnen (auch wenn Szczesny verdient Man of the Match geworden ist, auf Grund
der einen oder anderen tollen Parade). Das 2:0 durch Giroud, nach Vorlage
von Ramsey, war der Beweis, dass wir im Entscheidenden Moment das Personal haben
um auf den Kern des Spiels zu kommen, nämlich zu gewinnen. Vor allem Ramsey ist
derzeit unser Fels in der Brandung.
Wie auch immer man die
Leistung des Teams oder einzelner Spieler bewerten mag, die kommenden beiden
Wochen werden zeigen, ob wir schon so weit sind, in Richtung eines Titels zu
schielen. Auf der andern Seite sollte man die Gegner auch nicht überbewerten.
Liverpool hat einen guten Lauf und mit Suarez und Sturidgge ein gefährliches
Stürmerduo, das einen Lauf hat. Aber das Team ist am Papier schwächer als
unseres und auf lange Sicht nicht der Kandidat für den Titel. Wobei Arsenal für
diese Saison vermutlich auch (noch) kein Titelkandidat ist. Manchester United ist höher
einzuschätzen, aber derzeit nicht wirklich in Form. Der Trainerwechsel fordert
seinen Tribut, möge das lange anhalten.
Unsere Vorlage am
Wochenende hat jedenfalls nichts genützt. Liverpool siegte souverän, United
nach Schwierigkeiten daheim gegen Stoke (zwischenzeitliches 1:2 durch
Arnautovic) knapp und Tottenham wieder durch einen Elfmeter in den letzten 10 Minuten
gegen Hull. Bei Man Shity gegen Chelski sah es lange so aus, als würde das für
uns optimale Ergebnis herausschauen, eine Punkteteilung. Aber Joe Hart geht zurzeit
den Weg aller englischen Teamtorhüter und schüttet sich Wochenende für
Wochenende an. Diesmal mit Hilfe von Nastasic, dem serbischen Verteidiger von
den Scheichs. Das Ende des Spiels naht, ein hoher Ball, Nastasic, verfolgt von
Torres, lässt ihn aufspringen, um in wenig später mit dem Kopf zu spielen. Aus
unerfindlichen Gründen hat der Hart die Situation so aufgefasst, dass ein Herauslaufen
seinerseits unabdingbar war. Das Ergebnis dieser Entscheidung war, dass der
erwähnte Kopfball seines Teamkollegen über ihn drüber ging und Fernando
"Chancentod" Torres gar nicht anders konnte, als in das leere Tor zu
treffen. Mourinho hat sich darauf hin gebärdet wie ein
Geistesgestörter (gut, wie den sonst auch) und musst ohne Handschlag von Pellegrini
zu Bett gehen.
Unter dem Strich heißt das,
die Konkurrenz ist uns dicht auf den Fersen. Morgen gegen Chelski (Mourinho hat
sich natürlich auch über diesen Termin aufgeregt und hätte den Mittwoch fairer
gefunden) stehen uns einige der Spieler nicht zur Verfügung, die man vielleicht erwartet
hätte. Das schränkt den Raum für Rotation etwas ein, denn der eine oder andere
würde eine kleine Pause vor dem kommenden Programm sicher gut brauchen können.
Ich persönlich finde, dass man das Spiel nicht überbewerten soll und würde
nicht in Depressionen verfallen, wenn wir uns aus diesem Bewerb verabschieden würden.
Auf der anderen Seite, jede Niederlage die man einem Team wie dem von unter der
Brücke mit diesem selbstgefälligen Trainer zufügen kann, ist natürlich ein
Grund zur Freude.
In diesem Sinn, eine
erfolgreiche Arbeitswoche und nicht vergessen: We love the Arsenal, we do...!
Montag, 28. Oktober 2013
Freitag, 25. Oktober 2013
Und er schreibt doch!
Nach
einer längeren Pause, darf ich allen Lesern zunächst einen schönen
St.
Crsipins Tag wünschen, bekannt aus der Ansprache von Heinrich V.
in dem gleichnamigen Stück von Shakespeare (hier
in der Film Version von Kenneth Branagh).
Seit
dem letzten Post haben wir gegen West Bromwich und Norwich in der
Liga gespielt und gegen Neapel und Dortmund in der Champions League.
Mit unterschiedlichen Ergebnissen. Gegen Neapel haben wir eine der
souveränsten Leistungen der letzten Jahre abgeliefert und
entsprechend sicher mit 2:0 gewonnen, gegen West Brom mussten wir uns
mit einem Punkt zufrieden geben, dann folgte das Spiel gegen Norwich
daheim. Die letzten beiden Partien habe ich live im Stadion verfolgt
und in beiden Fällen, waren es nervenaufreibende Nachmittage,
diesmal sah die Sache anders aus. Arsenal machte vielleicht nicht das
beste Spiel aller Zeiten, aber dafür erzielten die Gunners 4 Tore,
die die große Klasse unserer Kicker unterstrichen. Das 1:0 durch
Wilshere, nach einem der schönsten Spielaufbauten die ich je gesehen
habe. Dazu eine detaillierte Beschreibung von Gunnerblog
und ein Video. Wenn ich etwas herausheben müsste, dann den letzten
Pass von Giroud, der einfach nur perfekt war. Giroud war es auch, der
mit einer ebenso perfekten Flanke, dass erste Kopfballtor (überhaupt,
wenn ich das richtig verstanden habe) von Özil auflegte. Dazu eine
brillante Einzelaktion von Ramsey, bei dem die gesamte Abwehr der
Canaries auf dem Allerwertesten landete.![]() |
| Am A***h |
Am
Dienstag dieser Woche dann das Spiel gegen Dortmund. Zwei der
spielstärksten Teams Europas im direkten Duell. Wenn man nimmt, dass
das der Finalist des Vorjahrs war, gegen ein Team, dass erst zu neuen
Ufern aufbricht, dann kann man ganz zufrieden sein. Wir wurden nicht
ausgespielt, hatten das Spiel im letzten Drittel sogar gut im Griff.
Einige Spieler hatten nicht den besten Tag, Özil war krank, wie wir
nachher erfahren durften, trotzdem waren wir drauf und dran zu
gewinnen. Aber im Überschwang hat Arsenal zum Schluss vergessen,
dass auch ein Punkt ein gutes Ergebnis gewesen wäre und hat sich
auskontern lassen. Wenn man sich allerdings ein Spiel hätte
aussuchen müssen, dass man verliert, dann war dieses eine gute Wahl.
Die Gruppe wird zwar jetzt extrem schwer zu gewinnen oder auch nur
aufzusteigen, nachdem Arsenal, Borussia Dortmund und Der SSC Neapel
jeweils 6 Punkte haben, aber wenn man in der Champions League etwas
erreichen will, dann gehören auch solche Hürden genommen. Erschwert
wird die Aufgabe dadurch, dass wir die Konkurrenz um den Aufstieg
jeweils auswärts spielen müssen.
Morgen
hat uns der Liga Alltag wieder. Crystal Palace, einer der Aufsteiger
und damit ein weiteres Derby erwartet uns. Um die Sache interessant
zu machen, hat Palace den Trainer, Ian Holloway, gestern entlassen.
Damit besteht die Chance, dass die Mannschaft morgen etwas befreiter
zur Werke geht. Aber ausmachen darf das nichts. Flamini könnte nach
seiner Gehirnerschütterung, die er sich gegen Norwich zugezogen hat,
wieder mitspielen. Wilshere muss zum Fitnesstest. Trotz seines
Supertores, täte ihm eine Pause vielleicht nicht schlecht. Der
November hat es in sich und seine Form war nicht die allerbeste. Aber
mal sehen.
Nach
diesem Wochenende wir es lustig. Chelsea im Ligapokal (auch wenn wir
da stark rotieren werden), Liverpool daheim, Manchester United
auswärts und Dortmund auswärts. Und schließlich, der Kanonier in
London, beim Spiel gegen Southampton.
Wobei,
das ist eine schwierige Geschichte. Der Trauzeuge des Kanoniers hat
zum 50. Geburtstag einen Fußballtrip nach London geschenkt bekommen
und ich bin der Master of Ceremony dabei. Da er kein Arsenal Fan ist
(noch nicht, möchte ich sagen), wollen wir auch andere Spiele
besuchen. Daher habe ich Karten für West Ham gegen Chelsea besorgt.
Mittlerweile wurde dieses Spiel aber auch auf den Samstag gelegt,
17:30 Ortszeit. Dass bedeutet eine schwache halbe Stunde Zeit um von
Ashburton Grove zum Boleyn Ground zu kommen. Ein wohlmeinender
Einheimischer hat auf die Frage, ob das zu schaffen sei gemeint: "Ja,
mit einem Hubschrauber!". Und das ist gar nicht so leicht zu
organisieren.
Am
erste Dinge zuerst, und das ist das Spiel morgen, gegen Crystal
Palace.
Come on
you reds!
Sonntag, 29. September 2013
Aussicht!
Ein
sehr erfreuliches Wochenende war das bis jetzt. Während sich Chelski
und die Spuds die Punkte geteilt haben, wobei das ja mathematisch
nicht ganz richtig ist, denn von den zu vergebenden drei Punkten hat
jeder nur einen bekommen, haben die beiden Mancunians ihre Spiele
sogar verloren. City auswärts gegen Villa und United daheim gegen
West Brom.
Das
alles war schon Geschichte, als die Gunners im benachbarten Ausland
(aus englischer Perspektive) zu ihrer nächsten Auswärtspartie
aufliefen. Die walisischen Schwäne waren eine der schwereren
Aufgaben in den letzten Wochen, aber erfreulicherweise hat sich
Arsenal in ein solides Team verwandelt, dass zwar nicht alles
überstrahlt aber dennoch seine Spiele gewinnt. Und auch wenn Swansea
mehr vom Ball hatte so hatte ich nie das Gefühl, dass wir unter
besonderem Druck standen. Die Verteidigung stand gut. Wenn dem einmal
nicht so war, dann war einer der Spieler da um das Schlimmste zu
verhindern. Szczney fing, vor allem in den letzten 10 Minuten,
souverän die hohen Bälle herunter und damit war die Grundlage für
den 12. Auswärtssieg in Folge in allen Bewerben und dem 8. in der
Premier League gelegt.
Vorne
hatte Özil eine unauffälligere Partie, dafür setzte Ramsey seinen
beeindruckenden Lauf fort. Vergleiche mit Lampard, betreffend den
Einfluss auf das Spiel, nicht wegen seiner Statur (Stichwort:"Fat
Frank") waren schon zu hören. Auch diesmal war er mit einem
Assist und einem Tor (beide von exquisiter Qualität) und 7
erfolgreichen Tackles maßgeblich am Erfolg der Gunners
beteiligt. Dazu zeigte auch Gnabry, der am Mittwoch nicht die besten
Rezensionen bekommen hatte, dass auch er mehr als nur ein Talent ist.
Belohnt wurde seine Leistung mit dem ersten Tor in der Premier
League. Auch physisch war sein Auftritt alle Ehren wert, vor allem
nach den 120 Minuten Capital One Cup, die er bestritten hatte. Auch
der bei dieser Gelegenheit verschossene Elfmeter hat ihn nicht aus
der Bahn geworfen, wobei so etwas sicher leichter zu verdauen ist,
wenn das Team am Ende als Sieger vom Platz geht.
Den
Schwänen gelang in der 81. Minute der Anschluss aus einer,
zugegebener Maßen, schönen Aktion. Doch auch wenn die Nervosität
da war, als Fan von Arsenal hat man ja schon so einiges erlebt, hatte
man nie das Gefühl, dass die 3 Punkte ernsthaft in Gefahr sind.
Lediglich die schlechte Angewohnheit von unserem Goalie, den Ball
immer möglichst weit wegzutreten, damit er ja nicht bei einem
Arsenal Spieler landete, war etwas enervierend. Aber gut ist es
gegangen, nichts ist geschehen!
Damit
war es vollbracht, Arsenal ist auch nach dem 6. Spieltag
Tabellenführer. Die nächsten Spiele in der Liga sind W.B.A.
auswärts (dejá vù), Norwich daheim und Crystal Palace auswärts,
sowie Napoli und Dortmund daheim in der Champions League.
Unterbrochen wird das ganze von den letzten Gruppenspielen in der
WM-Qualifikation. Das europäische Programm ist sicher
anspruchsvoller auch wenn wir in den Heimspielen punkten sollten. In
der Liga haben wir nach wie vor die Gelegenheit uns vorne fest- und
vielleicht sogar weiter abzusetzen. Der Oktober endet mit dem
Heimspiel gegen Chelski im Ligapokal. Das verspricht sehr interessant
zu werden, vor allem was die Aufstellungen betrifft. Und vielleicht
ist der Special One dann gar nicht mehr Trainer. Schließlich ist
seine Auftaktstatistik (Quelle finde ich jetzt nicht) genauso
schlecht wie in seiner letzten Saison für die von unter der Stamford
Brücke.
In
diesem Sinne einen schönen Wahltag an meine Landsleute und ein
allgemeines up the Arsenal!
Mittwoch, 18. September 2013
À Marseille!
Spiel 2 im Jahr 1 A.Ö. (Anno Özili) findet
in der französischen Hafenstadt Marseille
statt. Spiel 2 von Mesut ist gleichzeitig Spiel 1 der Gunners in der
diesjährigen Champions League, für die wir uns zum 15. Mal in Folge
qualifiziert haben. Ganz ordentliche Zahl würde ich meinen!
Das Debüt unseres neuen Helden gegen Sunderland am vergangenen Samstag, verlief zufriedenstellend. Da MC dem Kanonier die Vorfreude auf den ersten Einsatz mit der gnadenlosen Aussage: „Der spielt sicher nicht" fast verdorben hat (wahrscheinlich bringt er kleine Kinder zum Heulen, indem er ihnen sagt, dass es keinen Weihnachtsmann und keinen Osterhasen gibt) musste eine kleine Wette her. Auf Grund der Verletzungen von Rosicky und Cazorla und der Roßnatur unseres Türken (eine Magenverstimmung, die Mertesacker zum Verbleib in London zwang, hielt ihn nicht von seinem Debüt ab) bin ich nun um ein Bier reicher.
Für das Team hat es sich jedenfalls auch ausgezahlt. Özil fügte sich perfekt ein, zeigte was für ein großartiger Fußballer er ist und machte auch von Anfang an klar, dass er physisch keine Problem mit dem englischen Fußball hat. Nach 10 Minuten zeigte Özil sein großartiges Ballgefühl, stürmte an der Outlinie entlang und legte den Ball perfekt für Oliver Giroud auf. Was für ein Einstand. In der Folge ließ er immer wieder seine Fähigkeiten aufblitzen und dass, obwohl weder die eigene Mannschaft gut kannte, noch voll fit war. Wenn der auf allen Zylindern läuft, dann dürfen sich unsere Gegner auf etwas gefasst machen. Die ersten Vergleiche mit Pires oder Bergkamp wurden schon gemacht, ohne dass jemand zu Vorsicht mahnte. Aber es sollte uns nicht überraschen, dass ist immerhin der Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft, die (ich bringe es fast nicht heraus) seit einigen Jahren die Nummer 2 in Europa ist. Man kann gar nicht oft genug betonen, was für eine großartige Verpflichtung das war. Neben dem Megatransfer von Bale zu Real war das sicher der Wechsel des Sommers. Und alle Kritiker Wengers sollten sich vor Augen halten, was für ein wichtiger Faktor unser Manager bei der Verpflichtung war. Das darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass das restliche Transferfenster ein Grund zum Heulen war. Und hätte Real nicht Bale gekauft und diese Verpflichtung irgendwie finanzieren müssen, dann hätten wir bloß Sanogo und Flamini gehabt, plus eventuell Demba Ba, den Chelsea dann unter Umständen doch verliehen hätte. Aber ein verletzungsanfälliger Teenager (wir stehen gerade bei zwei) ein Spieler der nur zum fithalten in Nord London aufgetaucht ist und ein, letzten Endes gescheitertes, Leihgeschäft in letzter Minute, klingt nicht extrem professionell. Und als Giroud in der Endphase gegen Sunderland angeschlagen am Boden lag, hatten wohl mehrere Fans die Schreckensvision von Nicklas Bendtner als Sturmspitze. Sicher nicht der schlechteste Spieler der Welt, aber auch sicher nicht die Lösung für unsere Probleme. Man kann nur hoffen, dass wir im Winter nachlegen.
Neben Özils gelungenem Debüt und Girouds 4. Tor im ebensolchen Premier League Spiel, war vor allem Ramsey herausragend. Das verkannte Genie, würde ich einmal sagen. Ein unermüdlicher Arbeiter und dazu noch zwei wichtige Tore, wobei beides technisch hochwertige Abschlüsse waren. Hier noch die Zahlen dazu. 19/20 Tackels ist schon extrem beeindruckend und damit führt er auch diese Statistik in der Liga. Ich hoffe die unter uns, die ihm gegenüber bisher so negativ eingestellt waren (Ihr wisst wer Ihr seid!) schämen sich jetzt ein bisschen.
Abgesehen von der teilweise dünnen Personaldecke sieht es also im Moment sehr gut aus. Trotzdem wartet viel Arbeit auf die Gunners. Dortmund und Napoli sind sicher stärker als Marseille, womit das heutige Spiel fast schon ein Pflichtsieg ist. Da Cazorla länger ausfällt und Özil immer noch nicht ganz auf dem Damm ist, müssen wir hoffen, dass wir uns durch die nächsten Wochen so durchlavieren, dass die gute Stimmung nicht wieder flöten geht. Am Sonntag gegen Stoke folgt ein anspruchsvolles Heimspiel, dann am Mittwoch auswärts gegen West Brom im Capital One Cup oder wie der Pot jetzt heißt und das Wochenende drauf dann Swansea auswärts. Bis Liverpool Anfang November kommt also kein übermäßig schwieriger Spiel, abseits der Champions League. Es könnte als, wie immer, schlimmer kommen. Und wir wollen nicht vergessen wir waren bis Montagabend Tabellenführer.
In diesem Sinne Allez les Rouges und bis bald!
Das Debüt unseres neuen Helden gegen Sunderland am vergangenen Samstag, verlief zufriedenstellend. Da MC dem Kanonier die Vorfreude auf den ersten Einsatz mit der gnadenlosen Aussage: „Der spielt sicher nicht" fast verdorben hat (wahrscheinlich bringt er kleine Kinder zum Heulen, indem er ihnen sagt, dass es keinen Weihnachtsmann und keinen Osterhasen gibt) musste eine kleine Wette her. Auf Grund der Verletzungen von Rosicky und Cazorla und der Roßnatur unseres Türken (eine Magenverstimmung, die Mertesacker zum Verbleib in London zwang, hielt ihn nicht von seinem Debüt ab) bin ich nun um ein Bier reicher.
Für das Team hat es sich jedenfalls auch ausgezahlt. Özil fügte sich perfekt ein, zeigte was für ein großartiger Fußballer er ist und machte auch von Anfang an klar, dass er physisch keine Problem mit dem englischen Fußball hat. Nach 10 Minuten zeigte Özil sein großartiges Ballgefühl, stürmte an der Outlinie entlang und legte den Ball perfekt für Oliver Giroud auf. Was für ein Einstand. In der Folge ließ er immer wieder seine Fähigkeiten aufblitzen und dass, obwohl weder die eigene Mannschaft gut kannte, noch voll fit war. Wenn der auf allen Zylindern läuft, dann dürfen sich unsere Gegner auf etwas gefasst machen. Die ersten Vergleiche mit Pires oder Bergkamp wurden schon gemacht, ohne dass jemand zu Vorsicht mahnte. Aber es sollte uns nicht überraschen, dass ist immerhin der Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft, die (ich bringe es fast nicht heraus) seit einigen Jahren die Nummer 2 in Europa ist. Man kann gar nicht oft genug betonen, was für eine großartige Verpflichtung das war. Neben dem Megatransfer von Bale zu Real war das sicher der Wechsel des Sommers. Und alle Kritiker Wengers sollten sich vor Augen halten, was für ein wichtiger Faktor unser Manager bei der Verpflichtung war. Das darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass das restliche Transferfenster ein Grund zum Heulen war. Und hätte Real nicht Bale gekauft und diese Verpflichtung irgendwie finanzieren müssen, dann hätten wir bloß Sanogo und Flamini gehabt, plus eventuell Demba Ba, den Chelsea dann unter Umständen doch verliehen hätte. Aber ein verletzungsanfälliger Teenager (wir stehen gerade bei zwei) ein Spieler der nur zum fithalten in Nord London aufgetaucht ist und ein, letzten Endes gescheitertes, Leihgeschäft in letzter Minute, klingt nicht extrem professionell. Und als Giroud in der Endphase gegen Sunderland angeschlagen am Boden lag, hatten wohl mehrere Fans die Schreckensvision von Nicklas Bendtner als Sturmspitze. Sicher nicht der schlechteste Spieler der Welt, aber auch sicher nicht die Lösung für unsere Probleme. Man kann nur hoffen, dass wir im Winter nachlegen.
Neben Özils gelungenem Debüt und Girouds 4. Tor im ebensolchen Premier League Spiel, war vor allem Ramsey herausragend. Das verkannte Genie, würde ich einmal sagen. Ein unermüdlicher Arbeiter und dazu noch zwei wichtige Tore, wobei beides technisch hochwertige Abschlüsse waren. Hier noch die Zahlen dazu. 19/20 Tackels ist schon extrem beeindruckend und damit führt er auch diese Statistik in der Liga. Ich hoffe die unter uns, die ihm gegenüber bisher so negativ eingestellt waren (Ihr wisst wer Ihr seid!) schämen sich jetzt ein bisschen.
Abgesehen von der teilweise dünnen Personaldecke sieht es also im Moment sehr gut aus. Trotzdem wartet viel Arbeit auf die Gunners. Dortmund und Napoli sind sicher stärker als Marseille, womit das heutige Spiel fast schon ein Pflichtsieg ist. Da Cazorla länger ausfällt und Özil immer noch nicht ganz auf dem Damm ist, müssen wir hoffen, dass wir uns durch die nächsten Wochen so durchlavieren, dass die gute Stimmung nicht wieder flöten geht. Am Sonntag gegen Stoke folgt ein anspruchsvolles Heimspiel, dann am Mittwoch auswärts gegen West Brom im Capital One Cup oder wie der Pot jetzt heißt und das Wochenende drauf dann Swansea auswärts. Bis Liverpool Anfang November kommt also kein übermäßig schwieriger Spiel, abseits der Champions League. Es könnte als, wie immer, schlimmer kommen. Und wir wollen nicht vergessen wir waren bis Montagabend Tabellenführer.
In diesem Sinne Allez les Rouges und bis bald!
![]() |
| Das ist Marseille! |
Donnerstag, 5. September 2013
Der Messias ist da!
Er ist
ein türkischstämmiger Deutscher, Muslim und sieht aus wie Marty
Feldman aber für die Gooner dieser Welt ist es der Messias: Mesut
Özil!
Leider
wird der erste Auftritt von Özil durch die Qualifikation für die WM
2014 unnötig verzögert. Sehr ärgerlich. Die Deutschen empfangen
die Österreicher und ich darf an dieser Stelle meine kickenden
Landsleute warnen: Sollte einer von euch Schwachmaten auf die
vertrottelte Idee kommen und dem Mesut auch nur einen Kratzer
zuzufügen, dann gibt es ein paar Watschen (gesund oder nicht, das
sei jetzt dahingestellt).
In
diesem Sinne freuen wir uns auf den Ausflug nach Sunderland um den
Messias zum ersten Mal in Aktion bewundern zu dürfen. So ganze ohne
Druck...
Up the
Arsenal!
![]() |
| Habemus Özil (oder doch Elvis?) |
Samstag, 31. August 2013
Das Ende naht!
Nicht
das Ende der Welt sondern des Transferfensters natürlich. Arsenal
hat bisher zwei neue Spieler aufgenommen. Der eine, Sanogo,
Kostenpunkt € 0,-- (in Worten: Null), der andere, Flamini,
Kostenpunkt € 0,-- (in Worten: Null). Extrem animierend (Gazidis
hat uns versprochen, das wir "incited"
sein werden).
Morgen
spielen wir gegen die Sumpfbewohner aus Middlessex, die bisher GBP
110 Mio. auf dem Transfermarkt ausgegeben haben, um 7 neue Spieler zu
holen. Was die sich dabei wohl denken. Es wäre allerdings eine
Pointe, wenn der Transfer von Bale zu Real doch noch platzt. Dann
wären die Sp*rs zwar sehr gut für die Liga aufgestellt, aber
wahrscheinlich auch Pleite. Das neue Stadion rückt dann wohl in
weite Ferne. Und irgendwie werden sie es schaffen auch in dieser
Konstellation 5. zu werden. Alles Gute dabei.
Das
Spiel selbst ist, glaube ich, total offen. Wir haben einen ganz guten
Lauf, nach dem Fehlstart gegen Aston Villa, dafür schon zwei
schmerzhafte Ausfälle (Chamberlain und Podolski). Die Spuds haben
ihre beiden Ligaspiele gewonnen, waren aber nicht besonders
überzeugend. Ich freue mich jedenfalls schon, auch wenn eine etwaige
Niederlage wieder jede Menge braunen Niederschlag in Nord London
bedeuten würde. So eine Art Endzeitstimmung.
In der
Champions League begibt sich Arsenal auf eine Tour d'Ultras nach
Marseille, Dortmund und Neapel. Da erwarten uns drei der
engagiertesten Fan Communitys Europas. Das wird zumindest bunt und
laut. Aus sportlicher Sicht ist es eine der schwereren Gruppen.
Dortmund war immer noch nur im dritten Topf, obwohl man im Vorjahr im
Finale war. Und Neapel sogar nur im vierten. Aber was soll es. Wenn
man den Pot holen will, dann muss man auch eine schwere Gruppe
überstehen. Mit unserem Kader ist das ja kein....Oh verdammt! Aber
das ist noch nicht das Ende!
Up the
Arsenal!
Sonntag, 18. August 2013
Worst Case Szenario eingetreten!
Szene
1, Innen, Nacht:
Eine
Hütte in den Bergen, draußen tobt ein Sturm, die Lichter flackern,
Regen trommelt gegen die Fenster. Zwei Männer diskutieren.
Mann
1:
Das
ist der heftigste Shitstorm (Anmerkung des Autors: Ich habe überlegt,
das ins deutsche zu übersetzten, finde aber es handelt sich um einen
Terminus technicus, den man besser unübersetzt lässt)den ich je
erlebt habe!
Mann
2:
Ganz
meine Meinung. Das hat sich aber schon den ganzen Sommer
zusammengebraut. Herinnen dürften wir aber sicher sein!
Mann
1:
Ich
schau mal ob die Tür abgesperrt ist!
Mann
2:
Aber
mach sie unter keinen Umständen auf! Hörst Du, ja nicht aufmachen!
Mann
1:
Ich
bin ja nicht dämlich, aber ich muss prüfen ob sie wirklich
versperrt ist!
(Er
geht zur Tür, rüttelt ein bisschen daran, schließlich, um ganz
sicher zu gehen, drückt er die Türschnalle nach unten)
Mann
2:
(schreit)
Neeeeiiiiinnnnn!!!!
In
Sekundenschnelle füllt sich der Raum mit Exkrementen, die
Einrichtung wird komplett zerstört, die Fenster zerbrechen, die
beiden Männer werden herumgeschleudert und stürzen schließlich zu
Boden, wo sie bedeckt von Sch**** liegen bleiben.
Szene
2, Innen, Tag:
Die
Hütte eine Trümmerlandschaft. Die beiden Männer liegen reglos am
Boden. Mann 2 fängt sich langsam an zu rühren. Richtet sich auf.
Rüttelt Mann 1 wach.
Mann
2:
Du
bist ein verdammter Idiot, weißt Du das!
Mann
1:
Ja,ich
weiß. Aber ehrlich, damit konnte doch keiner rechen.
Mann
2 schlägt Mann 1 mit der Faust ins Gesicht
Das ist
der klägliche Versuch die Ereignisse des gestrigen Tages in ein Bild
zu fassen. Nach einem Sommer, in dem bisher nur der Ausgang des
Trainingszentrums in London Colney benutzt wurde, abgesehen von Yaya
Sanogo, musste im ersten Spiel eine überzeugende Leistung und vor
allem ein Sieg her, um die vielen Fans, die zwischen Ratlosigkeit und
Verzweiflung schwankten davon zu überzeugen, dass sich Arsenal
langsam, sehr langsam, also mehr so, wie eine gehbehinderte Schnecke,
aber doch auf dem richtigen Weg befindet. Missionsziel zwei, lautete:
Keine Verletzungen oder Sperren, schon gar nicht in der Verteidigung.
Spiel
verloren, nicht gut gespielt, ein Innenverteidiger gesperrt, 2
Außenverteidiger verletzt und Ramsey ist auch angeschlagen. Das also
entspricht der Tür in der Eingangs geschilderten Szene. Der
Shitstorm entlud sich in Minuten langen Sprechchören "Spend
some fucking money" und Fans die Reihenweise das Stadion
verließen. Der eine oder andere wahrscheinlich für länger.
Aus
einem schönen Fußballnachmittag mit den Burschen und unserer Expat
Gonerette Lady L. wurde eine Sitzung des Revolutionskomitees.
Fred
Perry übernahm die Rolle der Bolschewiken und forderte eine
sofortige Revolution. Nur wenn das Volk die Fans auf
die Barrikaden steigen wird sich etwas ändern. MC schloss sich dem
an, wenn auch nicht mit der selben Vehemenz. Wenger gehöre auf jeden
Fall weg. Also eher Richtung Sozialrevolutionäre. Jersey Boy meinte,
dass unter einem amerikanischen Eigentümer keine Änderung zu
erwarten sei, weil die grundsätzlich kein Geld ausgeben.
Systemkritik ohne Lösungsansatz, schwer einzuordnen. Der Kanonier
übernahm die Position der Menschewiki, Änderungen ja, aber nicht
durch eine Revolution.
Damit
möchte ich es einmal bewenden lassen. Unser jetzt schon havariertes
Arsenal Schiff muss zunächst nach Istanbul und dann nach Fulham.
Möglich, dass die nächsten beiden Spiele alles wieder in eine
andere Perspektive rücken aber möglich, dass wir noch tiefer in die
Krise rutschen.
Trotz
allem, Up the Arsenal!
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