Posts mit dem Label Sagna werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sagna werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 19. Januar 2014

200

Der Titel bezieht sich nicht auf die B-Movie Version des bekannten Action- Spektakels über den Kampf der Spartaner an den Thermopylen, sondern darauf, dass Arsenal gestern sein 200. Londoner Derby in der Premier League bestritten hat. Mehr als 100 davon haben die Gunners gewonnen und weniger als ein Viertel verloren.

Der Sieg über die Cottagers war relativ komfortabel, zwei Tore von Cazorla, davon das erste nach einer sehenswerten Kombination von ihm, Giroud und Wilshere, wobei ich den Pass von Giroud auf Wilshere besonders hervorheben möchte, haben uns den Platz an der Sonne für eine weitere Woche gesichert. Trotzdem herrscht Skepsis, außen wie innen, dass Arsenal FC den Titel holen kann. Auf Sky Sport wurden wieder einige Tweets von Zusehern veröffentlicht, davon auch eines von einem dem Autor bekannten Kanonier aus dem Steinfeld. Diese Beiträge sind meistens an Banalität kaum zu überbieten und auch gestern war das nicht anders, abgesehen natürlich von unserem Kollegen. Interessant war aber der Tenor, dass man Arsenal nicht zutraut den Titel zu holen. Diese Stimmung zieht sich durch die Medien und auch einige Gooner scheinen nicht so recht überzeugt zu sein. Schließlich spürt man sogar selbst eine gewisse Skepsis. Warum ist das so?

Zunächst haben wir objektiv nicht so einen dichten Kader wie Chelski oder Man Shity. Die hellblauen aus Manchester haben den Ausfall ihres stärksten Stürmers kaum wahrgenommen und die von unter der Brücke könnten mehrere Premier League Teams mit einem Top Mittelfeld ausstatten. Auf der anderen Seite ist der Sturm bei Mourinhos Schergen aber nicht gerade das blaue vom Ei und Arsenals Mittelfeld ist auch extrem variabel. Der Ausfall unseres besten Spielers Ramsey hat uns in den letzten Wochen ebenfalls nicht wirklich irritiert. Außerdem stellt sich die Frage, warum Liverpool immer noch von manchen als ernsthafter Titelkandidat gehandelt wird. Ich habe einen großen Teils des Spiels gestern gegen Aston Villa gesehen, die zugegebener Maßen wesentlich aufgeweckter wirkten als gegen Arsenal, aber die Reds sind nun wirklich kein Team, dass mich vom Hocker reißt. Und Manchester United letztes Jahr war auch nicht gerade berauschend, um es vorsichtig zu formulieren. Die Position dieses Jahr entspricht eher dem gefühlten Standard im Traumstadion.

Die Antwort ist, glaube ich, die Erwartungshaltung. Wenn wir Fußball schauen, oder was auch immer sonst beobachten, wird unsere Wahrnehmung durch unsere Erwartung gefärbt. (Gunnerblog hat zu diesem Thema eine sehr interessante Bemerkung über die Leistung von Özil gestern gemacht). Arsenal hat den Nimbus des Champions verloren und solange wir keinen neuen Titel holen, wird man uns, egal wie gut wir spielen, oder wie oft wir zu Null spielen, oder wie brillant wir unsere Tore herausspielen, nicht als solchen wahrnehmen. Das gilt auch für die Arsenal Fans und bis zu einem gewissen Grad wahrscheinlich sogar für die Spieler.
Unsere Gunners haben die stärkste Verteidigung der Liga (ex aequo die wenigsten Gegentore und die meisten Spiele zu Null), ein kampfstarkes und torgefährliches Mittelfeld und die richtige Einstellung, die es ihnen auch erlaubt hat, Spiele zu gewinnen, in denen die Leistung nicht so gepasst hat. Sie haben gelernt, geduldig auf ihre Chance zu warten und die Zahl der Anführer ist extrem hoch (Mertesacker, Ramsey, Wilshere, Flamini, Arteta, Sagna, Özil, Vermaelen). Gleichzeitig herrscht ein Teamgeist, der einen wünschen lässt, dazuzugehören (etwas was uns vor allem von Chelski und Man Shity unterscheidet) und der Mannschaft hilft, auch schwierige Situationen zu meistern.

Natürlich gibt es auch Schwachpunkte, wer hat die nicht. Die Kadertiefe haben wir schon angesprochen. Vor allem in der Innenverteidigung und im Sturm kann es schnell sehr düster ausschauen. Aber bis Ende Jänner brauchen wir darüber nicht zu lamentieren, denn im Angriff scheint man ernsthaft etwas tun zu wollen, auch wenn es auf einem anderen Blatt steht, ob das klappt. Unser Angriffsspiel hängt vielleicht zu stark von einem Spieler ab, was auch wieder mit dem Kader zu tun hat, aber auch damit, dass es dem Team schwer fällt seine Offensiv Taktik zu adaptieren.

Trotzdem, Arsenal FC ist Tabellenführer, im Moment halten wir einen strammen Kurs auf den Titel in der Premier League und solange das so ist, sollten zumindest wir Fans das tun, was man von uns erwartet: nämlich hinter der Mannschaft zu stehen und an den Erfolg zu glauben. Wenn wir es nicht tun, wer dann? Andere werden das nicht für uns übernehmen. Erst wenn Arsenal wieder Meister ist, dann werden wieder alle schwärmen und es immer schon gewusst haben.

Schönen Sonntag und bis zum nächsten Mal.

So schaut's aus!

     

Freitag, 3. Januar 2014

Bendtners Opfer

Die Folge der Entwicklung unserer Mannschaft zu einer soliden Defensiveinheit (beste Abwehr derzeit) kombiniert mit den offensiven Qualitäten (drittbester Angriff derzeit) hat dazu geführt, dass man als Fan ebenfalls zuversichtlicher ist. Vor einem Jahr wäre eine zähe Vorstellung, wie die gegen Cardiff, Grund für den Verfall in Panik gewesen. Arsenal dominierte das Spiel klar, konnte aber zunächst keine klaren Chancen herausspielen. In der zweiten Halbzeit wurden wir zwingender, speziell nach der Einwechslung von Rosicky und Bendtner. Podolksi als Mittelstürmer hat nicht so großartig funktioniert, wobei dieser Artikel das weniger seiner Leistung, als der restlichen Aufstellung zuschreibt. Wie auch immer, mit dem Tschechen und vor allem dem Dänen wurde der Angriff dynamischer und die Tatsache, dass das Tor von Bendtner durch eine Flanke von Monreal (linker Außenverteidiger) auf Sagna (rechter Außenverteidiger) vorbereitet wurde, spricht Bände über den Siegeswillen des Teams. Das Spiel war so jedenfalls entschieden. Das 2:0 durch Walcott nach Vorlage von Wilshere, der damit eine sehr überzeugende Leistung gekrönt hat, war nur mehr die Bestätigung dieser Tatsache.

Damit beginnt das Jahr 2014 dort wo das Jahr 2013 aufgehört hat. Arsenal ist Tabellenführer. Nächste Station FA Cup gegen F*ckingh*m C*cksp*rs (literarischen Tourette Syndrome). Nach der heutigen Pressekonferenz sieht es so aus, als wäre Girouds Knöchel zwar wieder in Ordnung, dafür ist er jetzt krank. Özil scheint mehr oder weniger Einsatzbereit zu sein. Bendtner fällt wahrscheinlich ein paar Wochen aus.
Wenger möchte jedenfalls mit dem stärkstmöglichen Kader auflaufen. Danach haben wir 9 Tage Pause. Sp*rs haben ihr letztes Spiel in Old Trafford gewonnen und träumen schon wieder von Größerem. Zeit sie schnell wieder auf den Boden der Nord-Londoner Tatsachen zurückzuholen.

Auf der Transferfront tut sich im Moment noch nichts, außer vielen Gerüchten, wobei Wenger das Berbatov Gerücht dementierendswert gefunden hat. Gunnerblog hat jedenfalls einen interessanten Aspekt in diesem Artikel beleuchtet. Ich glaube ein vollwertiger Ersatz für Giroud kann nicht schaden, aber wie es hier schon zum Mantra wird: Der Kanonier setzt kein Geld auf Transferaktivitäten der Gunners. Die Tatsache, dass einige Spieler in diesem Transferfenster einen Bosman machen könntne (unter anderem Sagna, Fabianski und Bendtner) sollte die Personalabteilung von Arsenal jedenfalls genug beschäftigen.

Sonntag, 18. August 2013

Worst Case Szenario eingetreten!


Szene 1, Innen, Nacht:
Eine Hütte in den Bergen, draußen tobt ein Sturm, die Lichter flackern, Regen trommelt gegen die Fenster. Zwei Männer diskutieren.

Mann 1:
Das ist der heftigste Shitstorm (Anmerkung des Autors: Ich habe überlegt, das ins deutsche zu übersetzten, finde aber es handelt sich um einen Terminus technicus, den man besser unübersetzt lässt)den ich je erlebt habe!

Mann 2:
Ganz meine Meinung. Das hat sich aber schon den ganzen Sommer zusammengebraut. Herinnen dürften wir aber sicher sein!

Mann 1:
Ich schau mal ob die Tür abgesperrt ist!

Mann 2:
Aber mach sie unter keinen Umständen auf! Hörst Du, ja nicht aufmachen!

Mann 1:
Ich bin ja nicht dämlich, aber ich muss prüfen ob sie wirklich versperrt ist! 

(Er geht zur Tür, rüttelt ein bisschen daran, schließlich, um ganz sicher zu gehen, drückt er die Türschnalle nach unten)

Mann 2:
(schreit) Neeeeiiiiinnnnn!!!!

In Sekundenschnelle füllt sich der Raum mit Exkrementen, die Einrichtung wird komplett zerstört, die Fenster zerbrechen, die beiden Männer werden herumgeschleudert und stürzen schließlich zu Boden, wo sie bedeckt von Sch**** liegen bleiben.

Szene 2, Innen, Tag:

Die Hütte eine Trümmerlandschaft. Die beiden Männer liegen reglos am Boden. Mann 2 fängt sich langsam an zu rühren. Richtet sich auf. Rüttelt Mann 1 wach.

Mann 2:
Du bist ein verdammter Idiot, weißt Du das!

Mann 1:
Ja,ich weiß. Aber ehrlich, damit konnte doch keiner rechen.

Mann 2 schlägt Mann 1 mit der Faust ins Gesicht

Das ist der klägliche Versuch die Ereignisse des gestrigen Tages in ein Bild zu fassen. Nach einem Sommer, in dem bisher nur der Ausgang des Trainingszentrums in London Colney benutzt wurde, abgesehen von Yaya Sanogo, musste im ersten Spiel eine überzeugende Leistung und vor allem ein Sieg her, um die vielen Fans, die zwischen Ratlosigkeit und Verzweiflung schwankten davon zu überzeugen, dass sich Arsenal langsam, sehr langsam, also mehr so, wie eine gehbehinderte Schnecke, aber doch auf dem richtigen Weg befindet. Missionsziel zwei, lautete: Keine Verletzungen oder Sperren, schon gar nicht in der Verteidigung.

Das klappte eine Zeit lang ganz gut. In der 6. Minute gingen wir, nach einem sehenswerten Angriff, durch Giroud in Führung. Von da an ging es aber bergab. Langsam aber sicher wich die Luft aus unserem Spiel, wie aus einem leicht zerkratzten Schwimmreifen. Chancen, die wir nach wie vor hatten, wurden vergeben, teilweise kläglich. Der Schiedsrichter wirkte, und ich zitiere frei nach einen Kommentar von der Facebookseite von Kanonendonner (kann man mal liken!): "wie jemand der irgendeinen Zeitungswettbewerb gewonnen hat, um pfeifen zu dürfen". Und in der Defensive, merkte man die Abwesenheit von Arteta, von Minute zu Minute stärker. Dann kam die erste Verletzung, Gibbs musste mit einem Cut hinaus, Jenkinson wurde eingewechselt und Sagna musste auf die andere Seite der Verteidigung. Es folgten zwei Elfmeter, wovon der zweite zwar ein Witz war, weil Koscielny eindeutig den Ball spielte, aber das war für den ohnehin schon schwachen Schiri schwer zu sehen. Bleibt die Frage was der Typ mit der Fahne an der Seitenlinie eigentlich macht. Die Pfeife in schwarz, respektive grau, schloss dann noch Koscielny aus, mit einer zweiten gelben Karte, die extrem hart war (immer noch in Erinnerung, dass die erste kein Foul war). Daraufhin rückte Ramsey (!) in die Innenverteidigung. Arsenal kassierte noch das 3:1 aus einem Konter, Sagna brach sich fast das Genick und musste auch noch runter.

Spiel verloren, nicht gut gespielt, ein Innenverteidiger gesperrt, 2 Außenverteidiger verletzt und Ramsey ist auch angeschlagen. Das also entspricht der Tür in der Eingangs geschilderten Szene. Der Shitstorm entlud sich in Minuten langen Sprechchören "Spend some fucking money" und Fans die Reihenweise das Stadion verließen. Der eine oder andere wahrscheinlich für länger.

Aus einem schönen Fußballnachmittag mit den Burschen und unserer Expat Gonerette Lady L. wurde eine Sitzung des Revolutionskomitees.

Fred Perry übernahm die Rolle der Bolschewiken und forderte eine sofortige Revolution. Nur wenn das Volk die Fans auf die Barrikaden steigen wird sich etwas ändern. MC schloss sich dem an, wenn auch nicht mit der selben Vehemenz. Wenger gehöre auf jeden Fall weg. Also eher Richtung Sozialrevolutionäre. Jersey Boy meinte, dass unter einem amerikanischen Eigentümer keine Änderung zu erwarten sei, weil die grundsätzlich kein Geld ausgeben. Systemkritik ohne Lösungsansatz, schwer einzuordnen. Der Kanonier übernahm die Position der Menschewiki, Änderungen ja, aber nicht durch eine Revolution.

Spaß beiseite. Alle sind sich einig, dass der Kader zu dünn ist (auch Wenger hat das schon gesagt). Trotzdem wurde niemand geholt. Die Verantwortung dafür liegt beim Manager und die Reaktion der Fans war absehbar. Nach nur einem Spieltag hat man ihre Unterstürzung verloren und wird diese nur schwer zurückgewinnen. Briefe vom Black Scarf Movement und dem AST (an die eigenen Mitglieder) sind schon unterwegs. Dieser Sommer ist ein schweres Versagen der Verantwortlichen und man wird sich nicht so leicht aus dieser Situation heraus lavieren können. Ich glaube allerdings, dass auch dieses Team in der Lage sein hätte müssen, Villa zu schlagen. Unter Umständen sind aber auch die Spieler enttäuscht, dass es keine Neuzugänge gegeben hat und es fehlt ihnen der Glaube an sich selbst.

Damit möchte ich es einmal bewenden lassen. Unser jetzt schon havariertes Arsenal Schiff muss zunächst nach Istanbul und dann nach Fulham. Möglich, dass die nächsten beiden Spiele alles wieder in eine andere Perspektive rücken aber möglich, dass wir noch tiefer in die Krise rutschen.

Trotz allem, Up the Arsenal!
     

Donnerstag, 15. August 2013

Konsumverweigerung

Nachdem mein innerer Schweinehund erfolgreich verhindert hat, dass in der Sommerpause ein Blog Post erschienen ist, eröffnen wir die Saison 2013/14 mit dieser kleinen Saisonvorschau. Klein vor allem deswegen, weil sich bei Arsenal nicht viel getan hat im Sommer. Eine erfolgreiche Tour durch Indonesien, Indochina und das Land der aufgehenden Sonne, der Pokal der Emirate und ein Testspiel in Helsinki. Das war es.

Na ja, nicht ganz. Auch im Kader hat sich einiges getan! Zahlreiche Abgänge, permanente und solche auf Zeit, haben den Kader von Unerwünschten, Unbrauchbaren und Auszubildenden befreit. Die frei werdenden Plätze wurden aufgefüllt mit...mit...(an dieser Stelle musste der Autor die Arbeit unterbrechen und seine Tränen mit einem Taschentuch trocknen), mit Yaya Sanogo und sonst niemandem. Der Arme Yaya wird es schwer haben, denn er ist das wandelnde Klischee eines Transfers "Made by Arsenè". Jung, Franzose und verletzungsanfällig. Und wie es der Zufall so will, hat er sich bereits weh getan. Lang lebe König Abu II!

Es ist schon schwer die Contenance zu bewahren, wenn wir eindeutig die finanziellen Mittel haben um auf dem Transfermarkt zuzuschlagen, diese aber nicht nutzen. Und wenn man schon nicht den großspurigen Ankündigungen des CEO glaubt, The Swiss Ramble ist wohl über jeden Zweifel erhaben. In seinem letzten Beitrag erläutert er schlüssig, dass Arsenal nicht nur umsatzmäßig hervorragend aufgestellt ist, sondern auch noch das Cash zur Verfügung hat, um sich ordentlich zu verstärken.

Und dass wir uns verstärken müssen, daran gibt es nichts zu rütteln. Vorausgesetzt natürlich, wir streben nach höherem als nach einem gemütlichen 4. Platz. Letzte Saison hat dieses Team das erreicht, was in ihm steckt, bzw. der Kader hergegeben hat. Der Titel war niemals in Reichweite und die Champions League erst recht nicht, trotz des großartigen Auftritts in München. Es steckt extrem viel Potential in dieser Mannschaft, der britische Kern ist etwas, worum man uns auf der Insel bald beneiden wird. Umso unverständlicher und ärgerlicher ist es also, dass die notwendigen Ergänzungen nicht gemacht wurden. In jeder Abteilung ein Spieler, der eine realistische Chance hat zu den ersten 11 zu gehören, mehr braucht es vorerst nicht. Higuain, Gustavo und Williams und die Welt wäre mehr als in Ordnung.

Aber bei Higuain wollten wir uns offenbar nicht auf die Spielchen von Real Madrid einlassen und haben nicht noch einmal nachgelegt. Gustavo scheint lieber in Deutschland bleiben zu wollen, und die Innenverteidigung wird offenbar als ausreichend ausgestattet betrachtet. Was sie nicht ist. Vermaelen ist bereits verletzt und Miquel wurde ausgeliehen. Gestern dürfte sich auch noch Sagna ein kleines Aua zugezogen haben. Damit sind wir nur mehr eine Verletzung von einem Debüt von Yaya Sanogo in der Innenverteidigung entfernt. Nein, ich vergaß, der ist ja auch angeschlagen. Dazu kommt noch, dass der Einsatz von Walcott wackelt und Cazorla bei einem Länderspiel in Ecuador war. Bei allem Respekt vor unserem Manager, da muss man sich schon fragen, was in seinem Kopf vorgeht.

Auf der Plus Seite (ja, die gibt es) haben wir eine ordentliche Vorbereitung, die nahezu der gesamte Kader mitgemacht hat. Dementsprechend gut präpariert gehen wir in die neue Saison. Auch taktisch, scheint man gut gearbeitet zu haben über den Sommer. Man darf also durchaus zuversichtlich sein, für die kommenden Aufgaben. Villa und Fulham in der Liga und Fenerbace im Play Off für die Champions League.
Auch die Trainerwechsel bei Manchester United und Manchester City werden uns zunächst zugute kommen, wie ich glaube. Wenn Bale wirklich aus dem Sumpf kriecht, dann würde ich die Spuds einmal abschreiben. Trotzdem dauert die Saison länger als ein paar Wochen. Verletzungen werden sich einstellen und Stand heute, wird Arsenal mit dem einen oder anderen Notnagel Spiele bestreiten müssen. Damit die Top 4 zu erreichen wäre eine Leistung, ebenso wie die Gruppenphase der Champions League zu überstehen (sollten wir dahin kommen). Aber wollen wir nicht mehr?

Noch ist Rom nicht vollständig verloren. Es brennt da und dort schon und die Barbaren fangen schon mit der Plünderung an, aber es ist erst aus, wenn aus ist. Das Transferfenster schließt effektiv am 2.9. Was können wir als noch erwarten?

Da wäre die Sache mit Suarez. Arsenal will ihn ein eindeutig haben. Das ist schon ein deutliches Statement für unsere Ambitionen. Ein Stürmer, der zusätzlich 20 bis 30 Tore erzielen kann, würde uns weit nach vorne bringen. Die Abteilung Angriff wäre damit Top. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das etwas wird. Der Eigentümer von Liverpool, John W. Henry, hat sich so weit aus dem Fenster gelehnt, dass er nur mehr mit den Zehenspitzen auf dem Sims hängt. Der eine oder andere Arsenal Fan findet das ohnehin besser so. Der Kanonier hat letzte Saison schon gesagt, der Typ ist ein A*******h, aber ich hätte ihn gerne in meinem Team. Rassist? Wohl ja (wobei ich nicht weiß, was man auf die Frage:"Warum hast Du mich getreten?" vernünftiges Antworten soll. Aber "Weil, Du schwarz bist!" scheidet natürlich eindeutig aus!). Beißt Gegenspieler? Offenbar und das ist auch kein schöner Zug, aber heh, 30 Tore! Schwalben König? Der Popularität von Bale tut das auch keinen Abbruch. Aber ein bisschen am Teppich bleiben dürfen wir schon. Keiner muss den Mann heiraten, er wird lediglich Fußball spielen (wenn er nicht gerade für irgendeine Unsportlichkeit gesperrt ist). Allerdings halte ich GBP 40 Mio. eindeutig für zu viel, von den kolportierten GBP 50 Mio., die er am Ende kosten soll, ganz zu schweigen. Trotzdem, im Moment sieht die Alternative nach gar keinem neuen Stürmer aus. Ist Suarez also besser als nichts. Das will ich wohl meinen. (Hier noch ein paar Gedanken von Gunnerblog zu einem Vorteil des bissigen Uruguayo).

Damit hätte ich meinen ersten Einsatz der Saison unfallfrei überstanden. Nein halt, ich fürchte, ich habe mir beim Tippen den kleinen Finger verstaucht. Na in zwei bis drei Wochen bin ich wieder voll fit.

In diesem Sinne, Up the Arsenal!

Mittwoch, 1. Mai 2013

Auf der Zielgeraden!

Die letzte große Hürde ist genommen und das Ende der Saison rückt unaufhaltsam näher. Die Gunners haben sich im Spiel gegen den neuen Meister von ihrer kämpferischen Seite gezeigt und ein verdientes Unentschieden geholt. Leider haben wir auch wieder an unserer Fehlerstatistik gefeilt, diesmal in Person von Sagna, aber wie gesagt, unter dem Strich war es ein gerechtes Ergebnis. Hier wieder einmal ein paar Zahlen. Vor allem Ramsey verdient sich langsam ein paar Worte des Lobes.

Unsere nächsten und letzten drei Gegner diese Saison heißen QPR (abgestiegen), Wigan Athletic (in Abstiegsgefahr) und Newcastle (in Abstiegsgefahr). Die Latics werden außerdem drei Tage vor dem Treffen mit uns gegen Manchester City im FA Cup Finale angetreten sein.
Die Frage die sich aufdrängt ist, was soll man sich für Arsenal wünschen. Ist ein Team gefährlicher, dass noch gegen den Abstieg spielt oder eines das befreit aufspielen kann, weil es gerettet ist. Oder aber befreit aufspielt, weil es schon abgestiegen ist. Gegen Deppenham war Wigan beispielsweise sehr stark. Ballsicher mit frühem Stören des Gegners und starkem Zug zum Tor. Deppenhams Ausgleich fiel deutlich gegen den Spielverlauf. Auf der anderen Seite waren die Spieler von QPR eher gelähmt von dem Druck, nicht verlieren zu dürfen. Der ist jetzt eindeutig weg. Bei einer Söldnertruppe wie den Hoops könnte die Luft also komplett draußen sein, weil die Spieler damit beschäftigt sind, wo sie nächste Saison spielen werden. 2. Liga ist offenbar nicht einfach, wenn man den Aussagen von Djibril Cissé glauben darf. Vielleicht spielen sie aber auch mit besonderem Einsatz, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. 
Wie auch immer man das sieht und wo auch immer die Gegner zum Anpfiff gegen The Arsenal gerade stehen. Sie müssen besiegt werden, andernfalls ist es mit der Champions League nächstes Jahr sehr wahrscheinlich Essig. Ein Wermutstropfen bleibt die Tatsache, dass selbst 3 Siege nicht reichen, wenn Chelski und Sp*rs ihr Restprogramm erfolgreich absolvieren und die Sümpfler das Nachholspiel gegen die von unter der Brücke gewinnen (Chelski führt mit einem Punkt vor Arsenal und hat ein Spiel weniger gespielt). Allerdings halte ich das für sehr unwahrscheinlich, denn beide haben anspruchsvolle Schlusswochen vor sich, die bei Chelski noch mit der 2. Liga in Europa angereichert werden. Der Aufstieg gegen Basel ist wahrscheinlich und eine Finalniederlage in Griffweite. Tritt das ein, oder schafft Basel das Wunder von unter der Brücke, dann wäre das russische Spielzeug in 8 Bewerben angetreten ohne einen davon zu gewinnen (Community Shield, UEFA Super Cup, Fifa Club World Cup, Champions League, Europa League, FA Cup, Carling Cup und Premier League). Ein Wunder, dass die nur zwei Trainer gefeuert haben werden in dieser Saison!

Restprogramm Chelski: ManU (auswärts), Besuch aus dem Sumpf (unter der Brücke), Aston Villa (auswärts), Everton (unter der Brücke).

Restprogramm Sp*rs: Southampton (im Sumpf), Unter der Brücke (ebendort), Stoke (@Orcs), Sunderland (Sumpf).

Sollte Wigan kommenden Samstag gegen West Brom (auswärts) und dann am Dienstag das Nachholspiel gegen Swansea (daheim) gewinnen, dann ist Stoke auch noch in Abstiegsgefahr wenn sie gegen Deppenham spielen.
Zuviel sollte man aber nicht herum rechnen, sonst passiert das was Tim Stillman in seiner Kolumne für arseblog beschrieben hat (Movie Clip, nichts für zartbesaitete). 

Also eins nach dem anderen, Ruhe bewahren und Up the Arsenal!
         

Samstag, 16. Februar 2013

Wieder da!

Der Kanonier ist wieder da! Nach einer kurzen aber schönen Reise zum Äquator, hat mich die alte Welt wieder. Quito ist jedenfalls eine Reise wert! Ich weiß, dass sagen die meisten Reisenden, selbst die, die in Grand Junction, Colorado waren. Aber im Fall von Quito stimmt es, einer schmucken Kolonialstadt in den Anden, und schließlich ist es auch Weltkulturerbe, was auch immer das wert ist.

Kathedrale in Quito
Die Hochzeit, der Anlass der Reise, verlief ohne gröbere Zwischenfälle. Außerdem hat der Kanonier seiner Sammlung ein Trikot des Klubs der Braut hinzugefügt: Liga Deportiva Universitaria de Ecuador.

Zu Arsenal. Nachdem wir während des Spiels gegen Liverpool über dem Atlantik waren, konnte ich davon nur Berichte lesen, bzw. die Tore in einer Zusammenfassung sehen. Arsenal als Two Face. Wieder einmal. 
Dank einer Internetverbindung konnte ich dann auch den Dead Line Day verfolgen, der ja eine Riesenüberraschung brachte. Einen Zugang. Zu Arsenal. Mir schwindelt jetzt noch. Die üblen Verdächtigungen, dass das nur mit der Verletzung von Gibbs und dem schwachen Auftritt von Santos gegen Liverpool zu tun hat, möchte ich gar nicht kommentieren. Nacho Man sei uns jedenfalls herzlich willkommen und eine spanischer Teamspieler ist definitiv eine Verstärkung. Dass wir Santos darauf hin verliehen haben, verstehe ich wieder nicht. Auf diese Weise, sind wir hinten extrem dünn besetzt und die Verteidigung, die am Ende gegen Sunderland gespielt hat (Ramsey, Sagna, Mertesacker, Nacho) war schon sehr abenteuerlich.

Dann das Spiel gegen Stoke. Südamerika ist, dank Fox und ESPN, ausgezeichnet abgedeckt, was europäischen Fußball betrifft. Und so konnte ich Samstag Vormittag, nach einem kleinen Sparziergang, zumindest Chelsea Newcastle sehen. Dazu Arsenal per Live Blog auf dem IPad, das war schon OK. Nach 10 Minuten, das Spiel war nicht extrem mitreißend, habe ich ein bisschen zu zappen begonnen und da am nächsten Sendeplatz: THE ARSENAL. Das Glücksgefühl war mir ja fast peinlich, aber deswegen ist man wohl Fan. Also Arsenal gegen Stoke live und in Farbe 10.000km von daheim auf 2.800m Seehöhe. Dass das Spiel nicht so toll war, ist mir dabei gar nicht aufgefallen, so high war ich noch von der Entdeckung (oder dem Sauerstoffmangel). Aber so viel kann ich noch sagen, ein sehr gutes Debüt von Nacho (Auf Twitter gelesen: „Nacho the Orc Slayer“ nach einem herzhaften Tackel des Spaniers), verdienter Sieg und Lenny der Beinbrecher hätte wieder einmal vom Platz gehört, nachdem er versucht hat in Koscielnys Familienplanung einzugreifen bzw. zu treten.

Auch die schönste Reise hat einmal ein Ende, und so traten wir nach 10 Tagen wieder den Heimflug an. Quito-Miami-London-Wien in knapp über 26h von Tür zu Tür. Und das Beste dabei, Ankunft in Wien am Samstag um 14:05 und damit alle Chancen rechtzeitig um 16:00 im Pub zu sein, um das Spiel gegen Sunderland zu sehen. Gesagt getan.

Am Ziel
Auch dieses Spiel haben wir gewonnen, mit hängen und würgen zwar, aber auch verdient irgendwie. Und so hanteln wir uns weiter mit einem etwas dünnen Kader und der einen oder anderen Verletzung.

Heute geht es gegen Blackburn und auch wenn Koscielny, Vermaelen und Wilshere den Fitnesstest nicht bestehen, sollten wir das schaffen. Wie immer halt knapp, aber danach fragt nachher keiner mehr.
Am Dienstag dann Bayern daheim, das wird auch irgendwie werden und am Ende haben wir zwei Pokale...Ich sollte echt aufhören diese Kokablätter zu kauen.

Upt the Arsenal und bis zum nächsten Mal!

Meerschwein, sehr lecker!
          

Mittwoch, 2. Januar 2013

Kein Feuerwerk zum Jahresauftakt

Ein gutes Jahr beginnt mit einem Arsenal Spiel! Allerdings nicht mit so einem. Unser Besuch in Southampton war zwar kein Desaster, aber ernüchternd. Was am 1. Jänner, nach einer durchzechten Silvesternacht, vielleicht gar nicht so schlecht ist. Aber die Gunners hatten offenbar alle selbst lebhafte Silvesterfeiern hinter sich, oder konnten wegen der Feuerwerke nicht schlafen. Jedenfalls war nach 10 Minuten die Luft draußen und von da an war es ein sehr mühsames, mit Fehlern durchsetztes Spiel. Ganz besonders schwer tat sich Sagna, der eine Reihe von Fehlern beging, eher untypisch für einen der Besten auf dieser Position. Einer dieser Fehler führte zum 1:0 für Southampton. Sagna war nicht der einzige der in diesem Fall dazu beitrug, dass die Abwehr von Arsenal eine lupenreine Slapsticknummer hinlegte. Wieder einmal. Der Ausgleich war dann ein bisschen glücklich, ein Eigentor, bei dem allerdings Koscielny frei vor dem Tor war und den Ball problemlos einschießen hätte können, hätte das nicht vorher der Verteidiger für ihn getan. Das Assist durch einen Freistoß kam übrigens von Walcott.

Womit wir wieder beim Thema GBP 100.000,-- pro Woche wären. Gestern tauchte unser Goldjunge zwar nicht ab, aber so eine richtige Verbindung zum Mittelfeld bestand halt auch nicht. Je tiefer die gegnerische Abwehrreihe steht, desto schwerer tut sich Theo, da er lieber den Ball hinter die Abwehr gelegt bekommt. Ein Topverdiener sollte etwas mehr Variabilität in seinem Spiel aufweisen können.

Ein weiteres Thema waren die Einwechslungen. Giroud war klar, einige hätten sich den Franzosen schon früher gewünscht. Aber dann kamen Gervinho und Ramsey. Wobei ich mit den beiden Spielern kein Problem habe, vor allem nicht mit Ramsey. Aber Retter sehen anders aus. Und Gervinho hat wieder ein paar Tricks gezeigt, die manchen Arsenal Fan hoffen lassen, dass er nach dem Afrika Cup gleich unten bleibt. Der Kader ist halt wirklich recht dünn. Gunnerblog hat dazu heute einen sehr aufschlussreichen Post geschrieben. Henry wird offenbar nicht kommen, also können wir uns Verstärkungen widmen, die langfristig etwas bringen.

Während Arsenal, schon zum zweiten Mal in dieser Saison, nur einen Schuss aufs gegnerische Tor abgegeben hat, hat Southampton ein Tor nicht gegeben bekommen, wegen eines minimalen Foulvergehens an Koscielny. So gesehen war selbst der Punkt glücklich, wir haben 2 Punkte auf Sp*rs verloren und damit die Chance verspielt auf dem 4. Platz zu bleiben (Nach Verlustpunkten! Gegen West Ham müssen wir noch ran. Kleine Ergänzung übrigens zur Absage dieses Spiels: Nicht der Streik alleine war das Problem, die Gemeinderäte von Hackney und Islington haben untersagt, innerhalb von 3 Meilen vom Stadion zu parken, damit war auch die Alternative Auto gestorben [Quelle: Freund auf Facebook]). 

Der Kanonier hat es schon öfter erwähnt, aber dieses Transferfenster kann, wenn wir uns doch nicht für die Champions League qualifizieren, sehr entscheidend werden. Es könnte das letzte Mal sein, für über ein Jahr, dass wir Spieler mit der Aussicht auf die Teilnahme an der Königsklasse locken können. Ansonsten müssen wir wie Liverpool am Wühltisch nach Schnäppchen jagen. An dieser Stelle wurde auch schon oft analysiert, was für Spieler wir jetzt brauchen. Trotzdem noch einmal ein kurzer Überblick.
Minimum: Ein Stürmer und ein Mittelfeldspieler (Alternative für Arteta wäre nett oder eine Art weniger verletzungsanfälliger Diaby).
Maximum: Wie oben, plus Ersatz für Chamakh , Arshavin und Diaby, eventuell Djourou (wenn er geht), Konkurrenz für Gervinho und Walcott, sowie ein Torhüter der Szczesny herausfordern kann.

Beim Maximum bin ich nicht der Meinung, dass wir die alle unbedingt benötigen, um uns für die Champions League zu qualifizieren. Aber sowohl die Spieler, die ich genannt habe, als zu ersetzend, als auch Talente wie Coquelin, Eisfeld oder Gnabry werden nicht oder sehr wenig eingesetzt (außer Verletzungen zwingen uns dazu). Das bedeutet Wenger riskiert die Erschöpfung von Stammkräften, vor allem unseres Mittelfelds. Daraus kann man eigentlich nur schlussfolgern, dass er den anderen Spielern nicht vertraut. Daher sollte er Spieler holen, denen er vertraut. Denn Arteta und Cazorla, vor allen anderen, werden eine ganze Saison mit dieser Belastung kaum unbeschadet überstehen.

Alles in allem, kein sehr positiver Start ins neue Jahr. Die nächsten Gegner in der Liga sind Man Shity und Chelski, davor noch Swansea im FA Cup. Danach West Ham und Liverpool und eventuell eine weitere FA Cup Runde. Das ist ein dichtes und schwieriges Programm und mit Leistungen wie der gestrigen werden wir nicht allzu viele Punkte holen.

Trotzdem: Ein frohes und gesundes neues Jahr! Come on you Reds!
   

Freitag, 23. März 2012

Ist ein Pint größer als ein halber Liter?

Ja wo ist den nun der Spalt? Moment, wenn man ganz genau hinsieht, ach ja, da ist er ja. 1 Punkt und 1 Tor trennen Arsenal und T*tt*nh*m. Allerdings sind die Sp*rs sind nicht unbedingt auf der Seite der Lücke, auf der sie erwartet haben zu sein. Arme Trotteln!

Arsenal hat mit einem mühsamen Sieg am Mittwoch, fürs Erste den 3. Platz in der Tabelle erobert. Unsere aufgeblasenen Nachbarn sind über ein Unentschieden gegen Stoke daheim nicht hinausgekommen. Damit geht ihr Absturz weiter. Während die Gunners das Momentum Richtung oben aufrecht erhalten können. Für 20 Minuten haben wir gestern an der Grenze der Brillianz gespielt, danach wurde es zäh. Lediglich die eigenwillige Interpretation der Abseitsregel durch den Linienrichter, verhinderte den Ausgleich und noch ein paar andere Chancen. Ansonsten war unsere Abwehr in Top Form, vor allem Sagna spielte groß auf.

Während sich Arsenal dem nächsten Sieg entgegenarbeitete, musste ich Zeuge werden, wie ein Engländer aus unserer erlesenen Runde, The Terrier, sich über die Größe eines Pints verbreiterte. Der Mann war offenbar zu lange in Österreich und auch unser Quoten-Ami, Jersey Boy, konnte den verwirrten kaum davon überzeugen, dass ein Pint mehr als ein halber Liter war. Obwohl er ständig eine völlig sinnfreie Geschichte aus seiner Jungend von irgendwelchen Bierdosen erzählte. Irgendwie wurde das dann sehr verwirrend und als Cyclist, eine weiterer Engländer, dann auch noch von Gallonen anfing, wurde es richtig schwer dem Spiel zu folgen. Ich persönlich habe ja den Verdacht, dass unser angelsächsisches Trio das Augustiner Bier nicht vertragen hat. Aber dazu noch etwas später.

Auf dem anderen Bildschirm konnten wir parallel noch mitverfolgen, wie Chelsea gegen City verlor. Damit sind die Blauen auch schon 6 Punkte hinter uns. Am Samstag müssen unsere direkten Konkurrenten dann gegeneinander spielen. Ich bin fast geneigt zu hoffen, dass Chelsea gewinnt. Den gegen die dürfen wir noch selbst ran und die Sp*rs haben einen ziemlich einfachen Saisonschluss. Letzten Endes müssen aber ohnehin wir unsere Punkte machen. Wir haben es ab jetzt komplett selbst in der Hand.
Für mich persönlich war die Kirsche auf der Obershaube die Niederlage von Liverpool, die nach 2:0 Führung gegen QPR noch 2:3 verloren haben. King Kenny ist wohl mehr der König der Idioten. Und die Roten sind so etwas von draußen aus dem Champions League Rennen. Haha!

Der Abend endete jedenfalls damit, dass wir die Bayern im Elfmeterschießen siegen sahen, was angesichts der vielen positiven Ereignisse zu ertragen war. Danach hieß es Aufbruch. Le Bohemien, der seinen Blog Namen akzeptiert zu haben scheint, und Cyclist, der etwas angeschlagen wirkte. Vermutlich vom Augustiner Bräu. Wie um diese These zu untermauern, sahen wir Jersey Boy auf dem Fahrrad mit The Terrier am Gepäckträger Richtung Stadtzentrum fahren. Sie wirkten nicht ganz sattelfest, fuhren an einer Polizeistreife vorbei und The Terrier hatte ein unauffälliges Auswärtstrikot von Arsenal aus den frühen 90igern an. Das ganz arge! (Dazu ein nützlicher Link). In Summe ein wirklich komischer Anblick!

Nach letzten Meldungen sind aber alle unbeschadet nach Hause gekommen. Ebenso wie das Team, oh Wunder, keine neuen Verletzten zu melden hat. Daher werden wir uns am Samstag wieder zusammenfinden um das Spiel gegen Aston Villa zu verfolgen. Ein Sieg ist absolute Pflicht. Wie schon erwähnt, davon können wir uns genüsslich zurücklehnen und mitansehen, wie sich Chelski und die Spuds gegenseitig die Punkte fladern.

In diesem Sinne, Come on you Gunners!
Modesünde!