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Sonntag, 17. August 2014

Einzigartig!

Es gibt sicher viele Details die man am gestrigen Auftritt der Gunners kritisieren kann. Sei es, dass der eine oder andere Spieler behäbig wirkte (Yaya, ich sehe Dich an), oder das die Art der Fehlpässe zum Haare raufen waren. Vor allem in der Zeit zwischen 60. und 75. Minute wirkte Arsenal angeschlagen. Doch in der letzten Viertelstunde erhöhte die Heimmannschaft den Druck und der Sieg schien möglich.

Arsenal war durch einen Kopfball nach einem Eckball von Hangeland in Rückstand geraten. Rasend originell. Kurz vor der Pause verwertete Koscielny einen Freistoß von Alexis zum Ausgleich. Bewegung und Abschluss von unserem gallischen Verteidiger waren eines Topstürmers würdig.
In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel. Gibbs musste ausgetauscht werden (auch mal was neues), dann kamen noch Chamberlain und Giroud. Als es dann wirklich schon knapp wurde, schlug unser Walisischer Wunderknabe wieder zu und Arsenal hatte die ersten drei Punkte der neuen Saison (und war die einzige Heimmannschaft gestern, die gewonnen hat). Unter dem Strich war das jedenfalls mehr als verdient (Zahlen von 7am KickOff).

Nächste Station ist Istanbul um die Einnahme unseres Stammplatzes in der Champions League vorzubereiten. Mit Gibbs verletzt (Oberschenkel oder Achillessehne, das war gestern noch offen) und Mertesacker noch nicht Match fit, wird es hinten etwas knapp. Flamini war gestern auch nicht auf der Bank, ohne besondere Angabe von Gründen. Vielleicht sollten wir doch noch jemanden holen.

Abschließend noch ein paar Worte zum Kommentar auf Sky Deutschland. Das penetrante Aussprechen des Namen (Tony) Pulis wie man ihn schreibt, war nervig bis zum äußersten. Auch sonst hat der gute Mann ausschließlich Plattitüden abgefeuert. In dem Fall könnte man das Kommentar auch von einer Maschine sprechen lassen. Da gibt man vorher alle Gemeinplätze ein und die Aussprache von Namen lässt sich auch besser steuern.

Das war es wahrscheinlich vor der Studienreise Nordengland. Bei meiner Rückkehr können wir hoffentlich unser Lospech in der Champions League beklagen, dem französischen Nachwuchstalent, das wir für die Innenverteidigung geholt haben gute Besserung wünschen, und die Meisterfeier planen.

Sonntag, 3. August 2014

Delilah oder ein Sommer wie damals

Es geht wieder los. Nach einer kurzweiligen Sommerpause, die durch eine sportlich ansehnliche WM in Brasilien mit unaussprechlichem Ausgang verkürzt wurde, nähert sich die neue Saison mit großen Schritten. 

Und wie an dieser Stelle schon des öfteren angekündigt, hat Arsenal in diesem Sommer auch erstmals seit langem eine gute Figur auf dem Transfermarkt gemacht. Mit Alexis Sanchez haben wir einen Top Mann für den Sturm verpflichtet, mit Debuchy einen mehr als würdigen Ersatz für Sagna. Immerhin hat Debuchy auch den Stammplatz von Sagna in der französischen Nationalmahnschaft auf der rechten Außendecker Position übernommen. Dazu noch Chambers von Southampton, der grundsätzlich auch rechts außen spielt aber auch als möglicher Innenverteidiger oder für das defensive Mittelfeld gehandelt wird. Ein Spieler wie Phil Jones ohne den dämlich Gesichtsausdruck quasi. Zu den beiden gibt es einen interessanten Vergleich mit Sagna von 7am Kick Off. Im Gegenzug muss Jenkinson ins Exil nach Ost London, zu West Ham. Er wurde an sich nur verliehen und da Debuchy schon 29 ist, sehen wir ihn vielleicht wieder im Emirates (nicht bloß als Gast). Schließlich verpflichtete Arsenal noch David Ospina, den Torhüter der kolumbianischen Nationalmannschaft, als Konkurrent für Szczesny. Ospina hat mir bei der WM extrem gut gefallen und war sicher der beste der drei lateinamerikanischen Torhüter, die so gehypt wurden (die anderen beiden waren die Schlussmänner von Mexiko und Costa Rica). Und wie es aussieht, war das noch nicht das Ende der Fahnenstange. Mit Kedhira, Scheiderlein, bzw. Carvalho von Sporting Lissabon steht noch ein defensiver Mittelfeldspieler auf der Liste und vermutlich wird eine neuer Innenverteidiger kommen, um Vermaelen ziehen lassen zu können. 

Letzte Woche waren die Gunners zum ersten Mal seit längerem wieder in Bad Waltersdorf. Gooners aus ganz Europa waren angereist um das Team aus der Nähe sehen zu können. Bei den Nachmittagstrainings war die Haupttribüne des Stadions in Bad Waltersdorf voll. Vor allem Fans aus Ungarn und Slownien waren da, aber natürlich auch die Vienna Gooners, die Dover Gooners und einige mehr. Überschattet wurde das Revival durch Unstimmigkeiten bezüglich der Zugänglichkeit des Trainings. Die Vormittags Sessions wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten. Überhaupt war der Zugang zum Team früher einfacher, was auch daran lag, dass die ganze Veranstaltung intimer war. Trotzdem wurde das Gerücht positiv aufgenommen, dass nächstes Jahr ein längerer Aufenthalt geplant ist. Man wird sehen.

Der Kanonier hatte jedenfalls das Glück, den einen oder anderen Leser persönlich kennen zu lernen und auch sonst alte Kontakte auffrischen zu können. Zu Gast durfte ich bei The Terrier sein, der in der Gegend ein Haus hat. Mit im Paket war die Beförderung mit einem alten Jaguar und spät nächtliches Philosophieren bei Whiskey und Wein.

Ein Teil des Titels bezieht sich übrigens auf eine der Heimfahrten in der Nacht durch den finsteren Wald, mit Tom Jones in übervoller Lautstärke aus dem CD Player. Die Tiere des Waldes werden sich gefürchtet haben. Und nicht nur die... 

Gestern schließlich das erste Spiel im Emirates Cup gegen Benfica Lissabon. Und Yaya Sanogo, der in den Trainingseinheiten eine gewisse Torallergie erkennen ließ, traf gleich 4 mal. Dazu ein Tor von Campbell. Alles nach teilweiser großartiger Vorarbeit von Ramsey, Chamberlain und Hector Bellerin. Nach dem Spiel verkündete Wenger, das Sanogo und Campbell diese Saison nicht verliehen werden (geschweige den verkauft). Gemessen an gestern, ergibt es das eine recht erfreuliche Sturmreihe. 

Das Spiel heute gegen den AS Monaco war eher mau. 0:1 nach einer misslungenen Abseitsfall gegen Falcao auf der einen Seite, Freistoß statt Elfmeter auf der anderen (war allerdings Abseits, soweit ich das sehen konnte) und damit kein Titel für die Gunners. Vielleicht klappt's ja mit dem Community Shield.

Bis dahin!

Vorschau: Ab der zweiten Runde befinde ich mich auf einer ausgedehnten Studienreise durch den rauen Norden von England. Blog wird es da wohl keinen geben, dafür nachher einen ausführlichen Bericht.

Sonntag, 18. Mai 2014

"Na dann schaun wir uns das an!"

Mit diesen Worten gab der CTO die Übertragung des FA Cup Finale im Chelsea in Wien frei (Arsenal Fans hatten sich auch im Shebeen und im Highlander versammelt). Ausgerüstet mit Fahnen und Clappers, die Arsenal den Supporter Clubs direkt aus China hatte zustellen lassen, war der Barraum mit ca. 40 erwartungsvollen Gooners gefüllt. Acht Minuten später lag Arsenal 0:2 zurück und die Stimmung war leicht abgekühlt. Der Sommelier, ein Fixstarter an der Bar des Chelsea, setze gleich einmal eine Schmerzgrenze:"Bei 5:0 für Hull gehe ich!". Wenig später verhinderte Gibbs auf der Linie das 3:0. Hull spielte gar nicht groß auf, aber irgendwie schien den Tigern (über die zoologische Zuordnung gab es den einen anderen Disput, aber ob Löwe oder Tiger ist ja eigentlich egal) alles zu gelingen, während die Gunners, wieder einmal, den Beginn eines Spiels zu verschlafen schienen.
Mehr langsam als sicher, gewann Arsenal die Kontrolle über das Spiel und es zeichnete sich ein Muster für die kommen 90 Minuten (repektive Achtung Spoiler 120) ab. Arsenal kombinierte und Hull versuchte durch taktische Fouls den Spielfluss zu unterbrechen. Es war kein übermäßig hartes Spiel, aber der Schiedsrichter, auf den wir noch zu sprechen kommen, lies den gestreiften diese Art zu verteidigen durchgehen. In der 17. Minute, gab es jedenfalls einmal einen Freistoß. Cazorla richtete sich den Ball her während im Pub darüber diskutiert wurde, ob Bergkamp oder Henry das letzte Freistoßtor für Arsenal erzielt haben. Sekunden später war der Ball im Netz und Santi hatte mit einem sehenswerten Schuss den Anschlusstreffer erzielt. Unsere Freundin, die Hoffnung, spähte ums Eck. Am Charakter des Spiels änderte da aber wenig. Unsere Burschen waren bemüht aber scheiterten immer wieder an der fehlenden Präzession. Podolski wirkte das eine oder andere Mal zu langsam, Giroud verzettelte sich immer wieder bei der Ballkontrolle. Auf der anderen Seite war Hull eher zahm. Bei einem Zweikampf von Koscielny pfiff der Schiedsrichter zum Glück Foul gegen Fryatt, sonst wäre dieser allein aufs Tor gelaufen. Viel war es nicht und damit eine der wenigen Situationen, wo Arsenal von einer Entscheidung profitierte. Zur Pause wirkten die Gooners, die sich zum Sauerstoff tanken vor das Lokal begeben hatte, allesamt etwas betropezt. Es kann halt nicht jeder das sonnige Gemüt des Kanoniers haben.

Die zweite Halbzeit setzte dort fort, wo die erste aufgehört hat, auch spielerisch. Immer wieder Halbchancen aber nichts wirklich zwingendes. Der Sommelier kredenzte inzwischen ein Craft Bier. Der Hausherr kritisierte die Stärke des Gerstensafts. Vermutlich weil er davon weniger verkaufen könnte, da die Kunden schneller betrunken sind. Zurück zum Spiel. Es folgte die lustige Regelkunde mit Lee Probert. Einmal blockt ein Hull Spieler den Ball mit beiden Händen im Strafraum. Weiterspielen. Dann der zweite nicht gegebene Elfmeter. Giroud wird von Huddlestone an der Schulter zurückgehalten. Weiterspielen. Schließlich die Entscheidende Aktion des Spiels. Sanogo kommt für Podolski und Yaya ändert sofort den Charakter des Spiels. Mit zwei Stürmern wirkte die Verteidigung von Hull überfordert und Giroud hatte endlich ein Partner für sein bevorzugtes Spiel. Die physische Präsenz des jungen Franzosen ist jedenfalls extrem beeindruckend. Es folgt zunächst der dritte nicht gegebene Elfmeter, Cazorla wird im Strafraum von den Füssen geholt. Weiterspielen. Der Ärger bleibt aber nur für wenige Minuten, denn nach einem Eckball (der auch keiner war, ein kleines Stück ausgleichende Gerechtigkeit), traf Koscielny zum 2:2. Das er dabei vom Torhüter gefoult wurde und dieser für rohes Spiel unter die Dusche geschickt gehört hätte, wollen wir einmal geflissentlich übersehen. Jedenfalls war die Stimmung im Pub am Siedepunkt, die Gooners lagen sich in den Armen und das Ende der mageren Jahre ohne Titel näherte sich. In der 79. Minute kommt dann Gibbs mitten im Strafraum frei zum Schuss, aber der Ball geht deutlich drüber. Als Arsenal Fan sieht man die Schatten vergangener Katastrophen heraufziehen. Kurz darauf der vierte und letzte nicht gegebene Elfer, diesmal ein Schubser gegen Cazorla. Weiterspielen. Und weil das alles nicht Nerven aufreibend genug war, legten die Gunners noch ein halbe Stunde Verlängerung drauf.

Die Tiger wirkten jetzt schon ziemlich müde und Arsenal drückte weiter. Vor allem Ramsey schoss eines um andere Mal, aber die Versuche erinnerten eher an die ersten Monate nach seiner Verletzung. Dann drehte Wenger weiter an der Schraube. Er nahm die kreativen, Özil und Cazorla heraus und brachte mit Rosicky und Wilshere zwei Spieler die direkter spielen konnten. Das war kurz vor dem 3 Seitenwechsel. Auch wenn Hull keine wirkliche Torchance hatte, ein Glücksschuss konnte jetzt das Finale entscheiden und Arsenal wäre ja nicht das erste Mal Opfer eines solchen geworden. Doch dann der große Moment. Der Ball kommt zu Giroud in den Strafraum, der legt den Ball mit der Ferse für Ramsey auf und der Waliser platziert den Ball exakt zischen der Hand des Torhüters und der Stange. Jetzt gab es kein Halten mehr. Der FA Pokal war zum greifen nah. Aber es wären nicht die Gunners wenn sie nicht noch einmal die Herzschrittmacher Industrie gefördert hätten. Mertesacker rutschte aus und plötzlich tauchte Fabianski auf, meilenweit von seinem Tor entfernt und wurde prompt vom Hull Spieler umrundet. Der Schuss näherte sich der Torlinie, Gibbs verfehlte den Ball aber der Ball rollte weiter, auch an der zweiten Stange vorbei uns ins Out. Der Pole musste dann noch einen Schuss halten aber schließlich folgte der erlösende Schlusspfiff. Wir lagen uns in den Armen, der Sommelier küsste alle Anwesenden (zumindest die ihm persönlich bekannt waren).

Arsenal ist FA Cup Sieger 2014! Nach langer Zeit sind wir endlich am Ziel. Sowohl für diesen Blog als auch für mich als Arsenal Fan (Mitglied seit 2006) ist es der erste Titel. Es war ein beeindruckender Lauf im Pokal, mit Siegen gegen Sp*rs, Liverpool und Everton. Arsenal hat dabei kein einziges Spiel außerhalb Londons ausgetragen. Arsène Wenger hat mehr FA Pokale (5) gewonnen als alle anderen Arsenal Trainer zusammen. Die Art des Sieges gestern ist jedenfalls das fehlende Mosaikstein, denn Arsenal gebraucht hat, um wieder ganz oben mitzuspielen. Der Bann ist gebrochen und mit den richtigen Verstärkungen im Sommer geht The Arsenal einer blühenden Zukunft entgegen.

Victoria Concordia Crescit!

Unser Tip
  

Sonntag, 13. April 2014

Folterkammer!

Arsenal steht im Finale des FA Cups am 17.5. in Wembley (Breaking News: Gegner ist/sind (die) Hull City/Tigers, nach einem 5:3 Sieg über Sheffield United). Der Weg dorthin war allerdings qualvoll, extrem qualvoll. Denn auch wenn Arsenal das klar bessere Team war (BEWEIS!), gelang es den Gunners nicht die Überlegenheit in klare Torchancen, geschweige denn in Tore umzuwandeln. Sanogo, der den Stürmer gab, wirkte auf mich extrem vielversprechend. Ohne Angst, mit einer beeindruckenden Physis, scheint auf den ersten Blick alles da zu sein, was einen erfolgreichen Stürmer ausmacht. Auf den zweiten Blick offenbart sich aber die Wahrheit, die da lautet, dass es sich um einen jungen Mann handelt, der in keinem der, für den Spitzenfußball notwendigen Bereiche, auch nur annähernd fertig entwickelt ist. Er ist nicht schneller als seine Gegner, verliert trotz seiner Physis mehr Zweikämpfe als er gewinnt (behaupte ich jetzt einmal ohne statistischen Beweis), wirkt wie ein Bambi, das seine Füße noch nicht unter Kontrolle hat, wenn es um die Ballbehandlung geht und lässt jegliches Timing beim Abschluss vermissen. Wie gesagt, man spürt, dass das noch was wird mit ihm, aber aktuell ist es eben zu wenig. Arsenal hat aber niemanden sonst, der einspringen kann, wenn Giroud eine Pause braucht oder taktisch nicht vollständig ins Konzept passt wie gestern. Dieses Manko muss im Sommer behoben werden.

Langer Rede kurzer Sinn, es kam wie es kommen musste. Wigan erzielte sein Tor aus einem klaren Elfer, den es aber trotzdem nicht geben hätte dürfen, weil im Spielaufbau Monreal gefoult wurde. Dabei verletzte sich der Spanier (ein Gunner durch und durch) und wurde durch Gibbs ersetzt. An diesem Punkt erreichte die Stimmung wieder einmal die Talsohle. Woher sollte dieses Team, bei aller Feldüberlegenheit, ein Tor herzaubern. Interessanterweise wirkte Arsenal nach dem Gegentreffer wacher und die letzten 10 Minuten waren unsere Besten des Spiels. Mittlerweile war auch Giroud für Podolski (der wieder einmal nicht besonders auffiel) gekommen. Und nach ein paar guten Aktionen traf Mertesacker zum hochverdienten Ausgleich.

Trotzdem war keine Entspannung in Sicht, denn auch wenn Wigan nur sehr selten gefährlich wurde, sie wären nicht die ersten gewesen, die gegen Arsenal irgendwo ein Tor hergezaubert hätten. Dementsprechend ging es qualvoll weiter, nach der regulären Spielzeit noch durch 30 Minuten Verlängerung, in der Chamberlain die Latte traf. Das war insofern bemerkenswert, als das The Ox schon ziemlich ausgelaugt wirkte und bereits den einen oder anderen Krampf hatte. Schließlich war das Spiel aber zu Ende und die Daumenschrauben wurden weiter angezogen. Elfmeterschießen. Der ultimative Test für die kardiologische Robustheit jedes Fußball Fans. Ich für meinen Teil, wollte schon das Lokal verlassen. Aber bei aller psychischen Schwächen, die die Burschen in den letzten Wochen auch gezeigt haben, dieses Elfmeterschießen bewältigten sie, wie wahre Champions. Fabianski hielt die ersten beiden Elfer von Wigan und unsere Schützen, Arteta, Kallstrom, Giroud und Cazorla verwandelten souverän und damit hatte der Spuk ein Ende. Der Titel im Cup ist zum greifen nahe. (Bonus Text: Amy Lawrence über Wengers Qualen).

Jetzt können wir uns wieder voll auf die Liga konzentrieren, wo es darum geht unsere Teilnahme an der nächsten Champions League zu sichern. Everton ist gestern mit einem Sieg an uns vorbei gezogen und daher stehen wir gegen West Ham am Dienstag schon unter starkem Druck. Es wird sich weisen, ob die physische Belastung von gestern oder psychische Auftrieb des Sieges schwerer Wigan (ich konnte nicht widerstehen). Aber Spaziergang wird das keiner, denn Sam Allerdyce liebt es Arsenal zu quälen. Er hat ja offenbar sonst keine Hobbys. Die Hammers werden jedenfalls kratzen und beißen und wie eine Wand vor ihrem Tor stehen. Je länger das Spiel dauert, desto stärker werden unsere Spieler die 120 Minuten spüren. Die Angelegenheit sollte also möglichst rasch erledigt werden.

In diesem Sinne: We are on our way, to Wembeley!

Das gelobte Stadion!
   

Sonntag, 2. März 2014

Letzter Halt Stoke?

Das war ein massiver Rückschlag, sagte Wenger nach dem Spiel. Arsène knows. Wenn man vor einer Serie von sehr schweren Partien seine Hausaufgaben nicht macht, dann baut man unnötigen Druck auf. Die Gunners haben praktisch keine Fehlertoleranz mehr, wenn es gegen Deppenham, Chelski und Man Shity geht. Davor müssen wir noch Everton im FA Cup überwinden und die Kleinigkeit des Rückspiels gegen Bayern steht auch noch auf dem Plan.

Wie üblich wird bei den Gunners und ihren sogenannten Unterstützern nach jeder Niederlage alles hinterfragt. Ich habe mich gestern Abend ein bisschen in die Tabelle vertieft. Und wie man es dreht und wendet, wir spielen eine erfolgreiche Saison. Abwehr (gemessen an den Gegentoren) unter den Top 4. Angriff ebenfalls. Und da ist ein Freak Ergebnis wie gegen City enthalten. Wir haben nur einen Sieg weniger als Chelski, der Klub der so vorbildlich am Transfermarkt zugeschlagen hat und genauso viele Niederlagen wie Man Shity, dem besten Fußball Team das England je gesehen hat ((c) Medien). Arsenal holt einen der besten Mittelfeldspieler der Welt, aber die Arsenal Fans beschließen, mitten in seiner ersten Saison in der Premier League, dass er nicht gut genug ist. Sanogo wird jetzt schon abgeschrieben, nach einem halben Dutzend Auftritte für den Klub. Natürlich hätte er gestern den Ball in der Nachspielzeit auf das Tor bringen müssen und es ist auch schwer zu verdauen, dass wir im Wintertransferfenster angeblich niemanden finden konnten, der besser ist als der junge Yaya und Niklas, der freche Bengel. Aber deswegen sofort von einem Fehlkauf zu sprechen zeugt ausschließlich von mangelndem Sachverstand. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass uns unser bester Spieler in dieser Saison, Aaron Ramsey, fehlt und den Beitrag von Theo Walcott haben wohl auch viele unterschätzt.

Wahrscheinlich ist es bei anderen Klubs eh nicht viel besser. Aber die Attitüde des verwöhnten Kindes, das jedes Mal einen Tobsuchtsanfall bekommt wenn es nicht kriegt was es will, ist auf die Dauer ermüdend. Dem Fratzen sollte man vielleicht das eine oder andere Mal eine pädagogisch weniger wertvolle Züchtigung angedeihen lassen.

Das größte Problem im Spiel gegen Stoke, war weder die Taktik, noch das Personal, sondern die nicht vorhandene Fähigkeit der Gunners, ihr Spieltempo und gelegentlich auch die Spielweise zu ändern, wenn es erforderlich ist. Mitte der ersten Halbzeit hätte man das Tempo anziehen müssen, den Stoke war schwach. Nach der Pause haben aber die Potters das Tempo angezogen, weil sie gespürt haben, dass Arsenal versuchen wird so weiterzumachen, wie bis dahin. Ein mehr als unglücklicher Elfmeter (hier eine gute Erklärung, dass es eigentlich keiner war) besiegelte dann das Schicksal von Arsenal. Aber um der Wahrheit Ehre zu geben, mehr als ein Unentschieden hatten wir uns zu diesem Zeitpunkt gar nicht verdient. Der Ansturm zum Ende hin, war dann wieder einmal zu wenig zu spät.

Vielleicht schafft es Arsenal nächsten Samstag in das Semifinale des FA Cup aufzusteigen, dann kehrt wieder etwas Ruhe ein. Ich möchte gar nicht daran denken was los ist, wenn das auch noch schief geht. In der Liga sind wir jetzt nur mehr Passagier. Jetzt da auch Liverpool zu uns aufgeschlossen hat, wird die Luft jedenfalls dünner und selbst die Qualifikation für die Champions League verlangt eine große Kraftanstrengung.

Trotz allem, Come on you Gunners! Victoria Concordia crescit!
     

Sonntag, 23. Februar 2014

Eine bewegte Woche

FA Cup: 
Die Revanche gegen die Scousers ist ganz gut gelungen. Wenn man bedenkt, dass sie in der Tabelle immer noch hinter uns sind und jetzt auch aus dem FA Cup draußen sind, kann man sich die Schadenfreude leisten, dass ihnen ihr beeindruckender Auftritt vor zwei Wochen nichts gebracht hat. Gar nichts. Bemerkenswert war das Debüt in der Liga von Yaya Sanogo. Für einen Spieler, der ca. 4 Monate kaum gespielt hat, was das ein vielversprechender Auftritt. Intelligent in der Bewegung, körperlich sehr robust und ein mordsmäßiger Bums (vulgo Schuss) Mit einer Kombination aus diesen Eigenschaften hat er auch das 1:0 vorbereitet. Mitten unter den Liverpool Verteidigern den Ball mit der Brust herunter gestoppt und einen kraftvollen Schuss abgegeben. Der wurde zwar geblockt, aber Chamberlain konnte den Rebound verwerten. Zu den oben genannt Fähigkeiten kommt noch, dass er auch ganz ordentlich tackelt und auch sonst seinen Gegenspielern im Zweikampf alles abfordert. Skrtel wirkte zeitweise leicht irritiert. Natürlich merkt am ihm die Jugend und mangelnde Spielpraxis an, und das eine oder andere Mal wirkte er wie Bambi, dass noch nicht alle Extremitäten unter Kontrolle hat, aber ich denke das wird schon. Sehr interessant ist die Tatsache, dass man den armen Kleinen 4 Monate auf Vordermann bringen musste. Er ist jetzt ein anderes Tier, wie sich Wenger auszudrücken beliebte.
Die nächste Station für Arsenal auf dem Weg nach Wembley ist Everton daheim. Das zu schaffen ist glaube ich realistisch, auch wenn man zur Fraktion "Alles ist Sch**ß* bei Arsenal!" gehört.

Champions League: 
Das war dann nicht so lustig. Wieder eine Herkules Aufgabe für das Rückspiel gegen den Fußballklub gewordenen schwarzen Tod (die Pest also). Aber trotzdem war dieser Mittwoch nicht nur zum vergessen. Solange 11 gegen 11 spielten, wirkten die Bayern nicht sonderlich souverän während Arsenal mehr als nur ebenbürtig war. Ein starker Kontrast zu Englands neuem FC Barcelona, Manchester City, die gegen eben diesen deutlich die zweite Geige spielten.
Aber Arsenal, der Fußball Klub der die Umsetzung griechischer Tragödien auf dem grünen Rasen patentiert hat, produzierte wieder ein episches Drama. Zuerst scheiterte Mesut Özil vom Elfmeterpunkt. Einen derart lahmen Trick (kurzes unterbrechen eines ohnehin zu kurzen Anlaufs, um zu sehen was der Goalie macht) gegen einen Torhüter, den man aus dem Sandkasten kennt, ist extrem dämlich. Schlimmer aber fand ich, dass er Minuten lang mit seinem Schicksal haderte (auch wenn das super in eine griechische Tragödie passt). Dann der Auftritt des italienischen Schiedsrichters. Boateng hat für das Elfmeterfoul an Özil, dass zugegebener Maßen nur eine leichte Berührung war, nur die gelbe Karte bekommen. Da Mesut eine klare Torchance gehabt hätte, wäre aber rot korrekt gewesen. Nicht, dass man daran gedacht hätte als Fan, als das ganze passierte. Als aber Szczesny im Strafraum, fast im eigenen Fünfer, versuchte Robben den Ball abzunehmen, und diesen berührte, da gab es, neben dem vertretbaren Elfmeter, die rote Karte für Torraub. Streng genommen keine Fehlentscheidung, die Regel ist im Moment so, aber doch sehr inkonsistent, gemessen an dem was auf der anderen Seite passiert ist. Vor allem stellt sich die Frage, was ein Torhüter im Strafraum noch darf. Ein Ausschluss für den gerechtfertigten Versuch dem Gegner den Ball abzunehmen, der in der Folge abhebt als hätte ihn eine Cruise Missile getroffen und der außerdem den Ball vom Tor weg gespielt hat, ist schon sehr frustrierend. Wie auch immer, danach war das Spiel gelaufen. Auch wenn Alaba ebenfalls seinen Elfer versemmelte, spielte in der zweiten Halbzeit nur mehr Bayern. Das 1:0 von Kroos war dementsprechend unvermeidbar, das 2:0 von Müller hätte mir mehr Disziplin verhindert werden können.
Wie das Amen im Gebet hat nach dem Spiel ein Teil der Arsenal Fans, Mesut Özil als Flop abgeurteilt. Es ist langsam zu kotzen mit was für einer selbstgerechten Ahnungslosigkeit der eine oder andere sogenannte Fan auf unsere Spieler und den Trainer losgeht. Weder war die Aufstellung für das Abscheiden gegen Bayern verantwortlich, noch ist Özil ein fauler und unfähiger Spieler. Das ist und bleibt einer der besten Mittelfeldspieler diese Planeten (möglicherweise gilt das nicht für Elfmeter), der in seiner ersten Saison in der körperlich fordernsten Liga ohne Winterpause spielt (und bei den Assists mit 8 im Spitzenfeld der Premier League liegt). Hier ein super Beitrag von Arseblog dazu!

Premier League: 
Über gestern gibt es nicht so viel zu sagen. Souveräner Auftritt gegen Sunderland, die vor dem Liga Pokal Finale nicht so richtig in Stimmung waren. Dafür war es Giroud umso mehr. 2 Tore und 1 Assist. Was eine Pause bewirken kann. Zum Glück haben wir jetzt Sanogo, der auch gegen die Bayern ganz gut gespielt hat und können dem Ehebrecher die einer oder andere Verschnauf- und Denkpause verschaffen. Wir sind jedenfalls weiterhin oben dabei, Chelski und Man Shity haben sich jeweils schwer getan gegen Everton respektive Stoke und daher ist durchaus Optimismus angebracht. Das wird man unseren Fans allerdings buchstabieren müsse. Jetzt ist einmal eine Woche Pause und dann geht es nächsten Samstag nach Stoke. Danach geht es mit Everton im FA Cup, Bayern in der CL, sowie Tottenham, Chelsea und City in der Liga wieder an das Eingemachte.

Gesegneten Sonntag, eine ersprießliche Arbeitswoche und vor allem: Come on you Gunners!
        

Samstag, 8. Februar 2014

Das Ende der Welt (schon wieder)!

Der Auftakt zur ersten Serie von Top Spielen endete heute gegen Liverpool mit einem veritablen Bauchfleck. 0:1 nach nicht einmal einer Minute, 0:4 nach 20 Minuten, Game over (Zwei Tore davon durch Skrtl, in England nennt man das „Adding insult to injury!“. Es fällt schwer so kurz danach zu analysieren, was genau falsch gelaufen ist (Player Ratings von Arseblog News und der Spielbericht hier). Aber irgendwie wirkte das ganze Team derangiert. Die Reds haben uns heute auf dem falschen Fuß erwischt, ihre Offensive, die schon in den letzten Wochen in Form war, lief wie geschmiert und auch in der zweiten Hälfe ließen die Scousers nicht nach und kämpften um jeden Ball. So konnten die Gunners nie ihr Spiel aufziehen, geschweige denn zum Comeback ansetzen.

War es das also? Wenn man ehrlich ist, kann man das heute nicht sagen. Natürlich haben es die ganz Schlauen immer schon gewusst. Die Tabellenführung war reiner Zufall, die Spieler sind alle unfähig. Ein ganz besonders Schlauer hat sogar gemeint, dass Wenger die Person ist, die Arsenal FC ruiniert hat. Da kann man nur den Kopf schütteln, was die Evolution an Vollkoffern hervorgebracht hat. Aber auf der anderen Seite, alles andere als ein Sieg am Mittwoch gegen United würde sehr wahrscheinlich das Ende für unsere Titelhoffnungen bedeuten. Was die Schar der Untergangspropheten sagt, wenn wir United schlagen, bleibt offen. Aber wahrscheinlich war United dann ohnehin keine Herausforderung. Muss schön sein, immer recht zu haben.

Es hilft jedenfalls alles nichts, man kann nur hoffen, dass das Team ist in der Lage ist, eine Antwort auf dem Feld zu geben und dass die nächsten Wochen die Gemüter der Arsenal Fans wieder aufhellen.

Das Faktum, dass unser Neuzugang nicht über Los gegangen ist, kein 20.000,-- behoben hat und sich direkt ins Lazarett begeben hat, ist natürlich eine weitere Niederlage auf der PR Front. Jetzt müssen wir jedenfalls mit den Spielern auskommen die wir haben (ein vertrautes Gefühl und an sich etwas, was völlig normal sein sollte). Chamberlains Auftritt gegen Palace war jedenfalls ermutigend und Sanogo hat unter der Woche in der U21 auch schon wieder eine Stunde gespielt, ohne sich weh zu tun. Also Kopf hoch, besauft euch oder geht mit dem Hund spazieren, geht in die Kirche oder macht sonst, wonach euch der Sinn steht. Sich die Stimmung versauen zu lassen hat ja keinen Sinn. Zumindest bis zur Wochen Mitte können wir versuchen so tun, als ob es nur ein Spiel ist.

Upwards and Onwards!
   

Sonntag, 3. November 2013

Die Position hält!

Das erste echte Spitzenspiel seit langer Zeit für Arsenal, ein viel gefürchtetes Stürmer Duo als Gegner und die Gunners sind nach wie vor Tabellenführer. Was will man mehr. Dank der Niederlage von Chelski gegen Newcastle im ersten Spiel des Tages, haben wir nun 5 Punkte Vorsprung auf die von unter der Brücke und Liverpool.

Arsenal hat das Spiel gut unter Kontrolle gehabt, Giroud zeigte seine Klasse indem er es mit den drei Innenverteidigern der Reds aufnahm, Özil und Cazorla zauberten sich durch das Mittelfeld und die Abwehr hielt, mit Arteta als Schirm, ein zu Null. Heraus ragte vor allem wieder Aaron Ramsey, der in der Form seines Lebens ist und mit einem prachtvollen Tor das 2:0 erzielte und damit das Spiel für Arsenal besiegelte. Danach wurde es interessanter Weise ein bisschen hektisch in der Hintermannschaft aber auch daraus konnten die Scousers kein Kapital schlagen.

Nach dem souveränen Auftritt stellt sich natürlich die Frage, ob Arsenal um den Titel mitspielt. Grundsätzlich hat sich meine Einschätzung vom Beginn der Saison nicht geändert. Auch nach der Verpflichtung von Özil halte ich den Kader für zu dünn, um in der schwersten Liga der Welt den Titel zu holen. Daran hat sich nichts geändert! Wenn Giroud sich verletzt sind wir auf Bendtner angewiesen bzw. auf den diabyesken Sanogo. Auf der anderen Seite ist über ein Viertel der Kampagne gespielt, wir führen mit mehr als drei Punkten Vorsprung und haben schon unseren fairen Anteil an Verletzungen. Podolski und Chamberlain fehlen schon länger, wobei der erste diese Woche wieder in das Training eingestiegen ist. Dazu kommen Flamini und auch Wilshere, der seine Probleme, sowohl gesundheitlich als auch was die Form betrifft, hat. Das bedeutet es gibt Raum für Verbesserungen und Verstärkungen aus eben diesem Kader. Dazu kommt noch Serge Gnabry der eine Stärke erreicht hat, die auch Einsätze von Anfang an rechtfertigt.
Kurz und gut, völlig unrealistisch erscheint es nicht mehr, dass wir den ganz großen Coup schaffen. Die Hauptkonkurrenten haben alle neue Trainer und entsprechende Anpassungsschwierigkeiten sind die Folge.

Ein Schritt nach dem anderen ist jetzt angesagt. Am Mittwoch in Dortmund wäre zumindest ein Punkt von Vorteil, wenn wir die KO Runden der Champions League erreichen wollen. Und am Sonntag folgt dann das Spiel in Old Trafford. Wenn man so will, schließt sich da ein Kreis, der mit dem 8:2 vor 2 Jahren begonnen hat. Damals, nachdem mit dem Abgang von Fabregas das Projekt "Jugend im Emirates" gescheitert war, hat eine neue Ära begonnen. Mit den Verpflichtungen von Mertesacker, Arteta, Cazorla, Giroud und schließlich Özil wurde ein Team geschaffen, das zusammen mit unserem britischen Herz aus Wilshere, Ramsey, Gibbs und Chamberlain die unmittelbare Zukunft der Könige von Highbury darstellt. Ich hätte ihnen jedenfalls noch ein Jahr gegeben, aber seit gestern dürfen die Fans davon träumen, dass wir schon dieses Jahr den endgültigen Schritt an die Spitze der Premier League schaffen können. Ein Sieg in Manchester wäre nicht nur eine weitere Stufe auf diesem Weg, sondern eben auch das Symbol dafür, dass die wenig ruhmreiche Vergangenheit überwunden ist und The Arsenal besseren Zeiten entgegengeht! Da wird das Kind im Manne heulen, gell Robin?

Wichtig ist dabei, dass die Fans ihre Erwartungen aber nicht so weit überdehnen, dass uns ein Rückschlag, wie zum Beispiel eine Niederlage bei den Red Devils, in Depressionen verfallen lässt. Nicht nur die Medien wirken skeptisch, wenn es um das Potential unseres Klubs geht, auch viele der Fans scheinen sich in den letzten Jahren in eine Negativspirale gemeckert zu haben, die es ihnen jetzt nicht erlaubt die Klasse einzelner Spieler und die herausragende Qualität unseres Trainers zu erkennen, beziehungsweise sich über den derzeitigen Lauf zu freuen. Es geht aufwärts, daran dürfen wir Arsenal Fans uneingeschränkt glauben, egal wie einzelne Spiele ausgehen.

Up the Arsenal!
       

Samstag, 31. August 2013

Das Ende naht!

Nicht das Ende der Welt sondern des Transferfensters natürlich. Arsenal hat bisher zwei neue Spieler aufgenommen. Der eine, Sanogo, Kostenpunkt € 0,-- (in Worten: Null), der andere, Flamini, Kostenpunkt € 0,-- (in Worten: Null). Extrem animierend (Gazidis hat uns versprochen, das wir "incited" sein werden).

Das schlimmste daran ist, dass man als Arsenal Fan Geschichten wie diese zu glauben beginnt: "Arsenal will Benzema, Özil und Di Maria von Madrid holen". Aus purer Verzweiflung und auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist. Denn das hier ist viel wahrscheinlicher: "Gunners in Gesprächen mit Kalou". Na, wenn das nicht einer der unnötigsten Kicker der Geschichte ist, dann weiß ich auch nicht. Es hilft aber alles nichts. Montag, 24:00 ist alles vorbei. Das ist das Ende. Hoffen wir das Beste und beginnen wir mit dem Ärgern erst danach.

Morgen spielen wir gegen die Sumpfbewohner aus Middlessex, die bisher GBP 110 Mio. auf dem Transfermarkt ausgegeben haben, um 7 neue Spieler zu holen. Was die sich dabei wohl denken. Es wäre allerdings eine Pointe, wenn der Transfer von Bale zu Real doch noch platzt. Dann wären die Sp*rs zwar sehr gut für die Liga aufgestellt, aber wahrscheinlich auch Pleite. Das neue Stadion rückt dann wohl in weite Ferne. Und irgendwie werden sie es schaffen auch in dieser Konstellation 5. zu werden. Alles Gute dabei.

Das Spiel selbst ist, glaube ich, total offen. Wir haben einen ganz guten Lauf, nach dem Fehlstart gegen Aston Villa, dafür schon zwei schmerzhafte Ausfälle (Chamberlain und Podolski). Die Spuds haben ihre beiden Ligaspiele gewonnen, waren aber nicht besonders überzeugend. Ich freue mich jedenfalls schon, auch wenn eine etwaige Niederlage wieder jede Menge braunen Niederschlag in Nord London bedeuten würde. So eine Art Endzeitstimmung.

In der Champions League begibt sich Arsenal auf eine Tour d'Ultras nach Marseille, Dortmund und Neapel. Da erwarten uns drei der engagiertesten Fan Communitys Europas. Das wird zumindest bunt und laut. Aus sportlicher Sicht ist es eine der schwereren Gruppen. Dortmund war immer noch nur im dritten Topf, obwohl man im Vorjahr im Finale war. Und Neapel sogar nur im vierten. Aber was soll es. Wenn man den Pot holen will, dann muss man auch eine schwere Gruppe überstehen. Mit unserem Kader ist das ja kein....Oh verdammt! Aber das ist noch nicht das Ende!

Up the Arsenal!

Donnerstag, 15. August 2013

Konsumverweigerung

Nachdem mein innerer Schweinehund erfolgreich verhindert hat, dass in der Sommerpause ein Blog Post erschienen ist, eröffnen wir die Saison 2013/14 mit dieser kleinen Saisonvorschau. Klein vor allem deswegen, weil sich bei Arsenal nicht viel getan hat im Sommer. Eine erfolgreiche Tour durch Indonesien, Indochina und das Land der aufgehenden Sonne, der Pokal der Emirate und ein Testspiel in Helsinki. Das war es.

Na ja, nicht ganz. Auch im Kader hat sich einiges getan! Zahlreiche Abgänge, permanente und solche auf Zeit, haben den Kader von Unerwünschten, Unbrauchbaren und Auszubildenden befreit. Die frei werdenden Plätze wurden aufgefüllt mit...mit...(an dieser Stelle musste der Autor die Arbeit unterbrechen und seine Tränen mit einem Taschentuch trocknen), mit Yaya Sanogo und sonst niemandem. Der Arme Yaya wird es schwer haben, denn er ist das wandelnde Klischee eines Transfers "Made by Arsenè". Jung, Franzose und verletzungsanfällig. Und wie es der Zufall so will, hat er sich bereits weh getan. Lang lebe König Abu II!

Es ist schon schwer die Contenance zu bewahren, wenn wir eindeutig die finanziellen Mittel haben um auf dem Transfermarkt zuzuschlagen, diese aber nicht nutzen. Und wenn man schon nicht den großspurigen Ankündigungen des CEO glaubt, The Swiss Ramble ist wohl über jeden Zweifel erhaben. In seinem letzten Beitrag erläutert er schlüssig, dass Arsenal nicht nur umsatzmäßig hervorragend aufgestellt ist, sondern auch noch das Cash zur Verfügung hat, um sich ordentlich zu verstärken.

Und dass wir uns verstärken müssen, daran gibt es nichts zu rütteln. Vorausgesetzt natürlich, wir streben nach höherem als nach einem gemütlichen 4. Platz. Letzte Saison hat dieses Team das erreicht, was in ihm steckt, bzw. der Kader hergegeben hat. Der Titel war niemals in Reichweite und die Champions League erst recht nicht, trotz des großartigen Auftritts in München. Es steckt extrem viel Potential in dieser Mannschaft, der britische Kern ist etwas, worum man uns auf der Insel bald beneiden wird. Umso unverständlicher und ärgerlicher ist es also, dass die notwendigen Ergänzungen nicht gemacht wurden. In jeder Abteilung ein Spieler, der eine realistische Chance hat zu den ersten 11 zu gehören, mehr braucht es vorerst nicht. Higuain, Gustavo und Williams und die Welt wäre mehr als in Ordnung.

Aber bei Higuain wollten wir uns offenbar nicht auf die Spielchen von Real Madrid einlassen und haben nicht noch einmal nachgelegt. Gustavo scheint lieber in Deutschland bleiben zu wollen, und die Innenverteidigung wird offenbar als ausreichend ausgestattet betrachtet. Was sie nicht ist. Vermaelen ist bereits verletzt und Miquel wurde ausgeliehen. Gestern dürfte sich auch noch Sagna ein kleines Aua zugezogen haben. Damit sind wir nur mehr eine Verletzung von einem Debüt von Yaya Sanogo in der Innenverteidigung entfernt. Nein, ich vergaß, der ist ja auch angeschlagen. Dazu kommt noch, dass der Einsatz von Walcott wackelt und Cazorla bei einem Länderspiel in Ecuador war. Bei allem Respekt vor unserem Manager, da muss man sich schon fragen, was in seinem Kopf vorgeht.

Auf der Plus Seite (ja, die gibt es) haben wir eine ordentliche Vorbereitung, die nahezu der gesamte Kader mitgemacht hat. Dementsprechend gut präpariert gehen wir in die neue Saison. Auch taktisch, scheint man gut gearbeitet zu haben über den Sommer. Man darf also durchaus zuversichtlich sein, für die kommenden Aufgaben. Villa und Fulham in der Liga und Fenerbace im Play Off für die Champions League.
Auch die Trainerwechsel bei Manchester United und Manchester City werden uns zunächst zugute kommen, wie ich glaube. Wenn Bale wirklich aus dem Sumpf kriecht, dann würde ich die Spuds einmal abschreiben. Trotzdem dauert die Saison länger als ein paar Wochen. Verletzungen werden sich einstellen und Stand heute, wird Arsenal mit dem einen oder anderen Notnagel Spiele bestreiten müssen. Damit die Top 4 zu erreichen wäre eine Leistung, ebenso wie die Gruppenphase der Champions League zu überstehen (sollten wir dahin kommen). Aber wollen wir nicht mehr?

Noch ist Rom nicht vollständig verloren. Es brennt da und dort schon und die Barbaren fangen schon mit der Plünderung an, aber es ist erst aus, wenn aus ist. Das Transferfenster schließt effektiv am 2.9. Was können wir als noch erwarten?

Da wäre die Sache mit Suarez. Arsenal will ihn ein eindeutig haben. Das ist schon ein deutliches Statement für unsere Ambitionen. Ein Stürmer, der zusätzlich 20 bis 30 Tore erzielen kann, würde uns weit nach vorne bringen. Die Abteilung Angriff wäre damit Top. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das etwas wird. Der Eigentümer von Liverpool, John W. Henry, hat sich so weit aus dem Fenster gelehnt, dass er nur mehr mit den Zehenspitzen auf dem Sims hängt. Der eine oder andere Arsenal Fan findet das ohnehin besser so. Der Kanonier hat letzte Saison schon gesagt, der Typ ist ein A*******h, aber ich hätte ihn gerne in meinem Team. Rassist? Wohl ja (wobei ich nicht weiß, was man auf die Frage:"Warum hast Du mich getreten?" vernünftiges Antworten soll. Aber "Weil, Du schwarz bist!" scheidet natürlich eindeutig aus!). Beißt Gegenspieler? Offenbar und das ist auch kein schöner Zug, aber heh, 30 Tore! Schwalben König? Der Popularität von Bale tut das auch keinen Abbruch. Aber ein bisschen am Teppich bleiben dürfen wir schon. Keiner muss den Mann heiraten, er wird lediglich Fußball spielen (wenn er nicht gerade für irgendeine Unsportlichkeit gesperrt ist). Allerdings halte ich GBP 40 Mio. eindeutig für zu viel, von den kolportierten GBP 50 Mio., die er am Ende kosten soll, ganz zu schweigen. Trotzdem, im Moment sieht die Alternative nach gar keinem neuen Stürmer aus. Ist Suarez also besser als nichts. Das will ich wohl meinen. (Hier noch ein paar Gedanken von Gunnerblog zu einem Vorteil des bissigen Uruguayo).

Damit hätte ich meinen ersten Einsatz der Saison unfallfrei überstanden. Nein halt, ich fürchte, ich habe mir beim Tippen den kleinen Finger verstaucht. Na in zwei bis drei Wochen bin ich wieder voll fit.

In diesem Sinne, Up the Arsenal!