Samstag, 23. Februar 2013

Jetzt ist es amtlich!

Nach einer ernüchternden Woche, sind wir Arsenal Fans wohl entgültig in der Realität angekommen. Niederlagen gegen Blackburn und Bayern München, mit unterschiedlicher Entstehung, haben nicht nur eine weitere trophäenlose Saison fixiert, sondern auch offenbahrt, dass dieses Team über die eine oder andere Unzulänglichkeit verfügt, um es einmal höflich zu formulieren.

Wenn man sich so in der Bloggerszene umliest, dann schwanken die Analysen zwischen dem grundsätzlichen Mangel an Qualität aller Spieler mit Ausnahme von Wilshere und einer mentalen, eigentlich einer psychologischen Krise. Ich neige, trotz all dem Niederschmetternden, das wir in den vergangenen Tagen erleben mussten, zu zweiterem. Unsere Freundin, die Angst, ist wieder da. Gegen Blackburn wagt man nicht Druck zu machen, spielt sich anmutig über den Platz, ohne gefährlich zu werden und kann dann nach einem, wie immer dämlichen, Gegentor nicht mehr reagieren. Gegen Bayern dann ein klarer Klasseunterschied, Arsenal viel zu reaktiv und auf fast allen Positionen nicht fit für die Aufgabe. Obwohl nach dem 1:2, einem Gastgeschenk, haben auch die Bayern gewackelt, aber trotzdem waren es die Deutschen, die das nächste Tor machten. Die meisten der Gunners, die an diesem Abend auf der Schlachtbank dem Platz waren, können es grundsätzlich besser. Damit hat sich jedenfalls auch das Thema Champions League bis auf weiteres erledigt.

Volle Konzentration also auf den Kampf um Platz 4. Die Auslosung der nächsten Wochen ist machbar, aber nach Blackburn ist das alles relativ. Und Rückblickend waren die Siege gegen Stoke und Sunderland auch nicht wirklich überzeugend, dazu das Unentschieden gegen Liverpool. Aston Villa daheim geht noch, Tottenham nächsten Sonntag wird dann ein weiterer Prüfstein und eine Niederlage würde wohl die Wogen entgültig aus dem Ozean schwappen lassen. Danach Everton daheim. Wenn wir das überstehen und immer noch von der Champions League träumen können, dann ist der Beginn vom Ende der Krise geschafft. Und dann?

Gegenüber der BBC hat man offenbar die nächsten Schritte offenbart, inoffiziel allerdings. Wenger bleibt und wird, Champions League oder nicht, einen neuen Vertrg angeboten bekommen. Im Sommer wird dann das frische Geld aus dem TV Vertrag und von der Vetragsverlängerung unseres Hauptsponsors, sowie das gesparte (die mittlerweile berühmt berüchtigten GBP 70. MIO) ausgegeben für neue Spieler. Auch weil dann unsere Klötze am Bein, wie Bendtner, Squillaci und Arshavin, sowie der eine oder andere mehr, Platz im Kader und auf dem Lohnzettel machen. Wie Bitte? Der geneigte Leser glaubt das alles nicht? Wir haben das alles schon so oft gehört? Tja, dass ist wohl richtig, aber sowohl der Geldzufluss als auch der Totholzabfluss sind wirklich neu und man hat das Ziel 2013/2014 wirklich immer wieder gehört. Warum man sich durch das Vorziehen von Investitionen nicht vor der immer lauter werdenden Kritik geschützt hat und es zu einer Situation kommen hat lassen, wo die Fans zwischen Wut und Enttäuschung hin und hergerissen werden, der Manager diffamiert und die Position des CEO dermaßen geschwächt wird, kann ich auch nicht erklären.

Für die, die daß immer noch nicht glauben, kann ich auch nichts tun. Geschieht im Sommer nichts, dann bin ich mit meinem Latein allerdings auch am Ende. Bis dahin, fördern wir die Profession der Kardiologen und zittern bis zum letzten Tag um die Quali für den Liga der Champions. Schaffen wird das nicht, dann wird auch die Aquisition von Spielern sehr schwierig. Tim Stillman weist in seiner Kolumne diese Woche darauf hin, dass es auch schwierig wird, wenn klar ist, dass der Trainer geht (und auch darauf, dass Chelsea und City ihr mehr an TV Geld wegen der Financial Fair Play Rules, auf die hohe Kante legen müss(t)en).

Also Tränen trocknen, Baldrian bunkern und hoffen, dass wir zu Beginn der nächsten Saison einen ordentlich Schritt Richtung Titel und Triumphen gemacht haben werden und nicht noch tiefer im Sumpf der Mittelmäßigkeit versinken.

Up the Arsenal und bis zum North London Derby!

Samstag, 16. Februar 2013

Wieder da!

Der Kanonier ist wieder da! Nach einer kurzen aber schönen Reise zum Äquator, hat mich die alte Welt wieder. Quito ist jedenfalls eine Reise wert! Ich weiß, dass sagen die meisten Reisenden, selbst die, die in Grand Junction, Colorado waren. Aber im Fall von Quito stimmt es, einer schmucken Kolonialstadt in den Anden, und schließlich ist es auch Weltkulturerbe, was auch immer das wert ist.

Kathedrale in Quito
Die Hochzeit, der Anlass der Reise, verlief ohne gröbere Zwischenfälle. Außerdem hat der Kanonier seiner Sammlung ein Trikot des Klubs der Braut hinzugefügt: Liga Deportiva Universitaria de Ecuador.

Zu Arsenal. Nachdem wir während des Spiels gegen Liverpool über dem Atlantik waren, konnte ich davon nur Berichte lesen, bzw. die Tore in einer Zusammenfassung sehen. Arsenal als Two Face. Wieder einmal. 
Dank einer Internetverbindung konnte ich dann auch den Dead Line Day verfolgen, der ja eine Riesenüberraschung brachte. Einen Zugang. Zu Arsenal. Mir schwindelt jetzt noch. Die üblen Verdächtigungen, dass das nur mit der Verletzung von Gibbs und dem schwachen Auftritt von Santos gegen Liverpool zu tun hat, möchte ich gar nicht kommentieren. Nacho Man sei uns jedenfalls herzlich willkommen und eine spanischer Teamspieler ist definitiv eine Verstärkung. Dass wir Santos darauf hin verliehen haben, verstehe ich wieder nicht. Auf diese Weise, sind wir hinten extrem dünn besetzt und die Verteidigung, die am Ende gegen Sunderland gespielt hat (Ramsey, Sagna, Mertesacker, Nacho) war schon sehr abenteuerlich.

Dann das Spiel gegen Stoke. Südamerika ist, dank Fox und ESPN, ausgezeichnet abgedeckt, was europäischen Fußball betrifft. Und so konnte ich Samstag Vormittag, nach einem kleinen Sparziergang, zumindest Chelsea Newcastle sehen. Dazu Arsenal per Live Blog auf dem IPad, das war schon OK. Nach 10 Minuten, das Spiel war nicht extrem mitreißend, habe ich ein bisschen zu zappen begonnen und da am nächsten Sendeplatz: THE ARSENAL. Das Glücksgefühl war mir ja fast peinlich, aber deswegen ist man wohl Fan. Also Arsenal gegen Stoke live und in Farbe 10.000km von daheim auf 2.800m Seehöhe. Dass das Spiel nicht so toll war, ist mir dabei gar nicht aufgefallen, so high war ich noch von der Entdeckung (oder dem Sauerstoffmangel). Aber so viel kann ich noch sagen, ein sehr gutes Debüt von Nacho (Auf Twitter gelesen: „Nacho the Orc Slayer“ nach einem herzhaften Tackel des Spaniers), verdienter Sieg und Lenny der Beinbrecher hätte wieder einmal vom Platz gehört, nachdem er versucht hat in Koscielnys Familienplanung einzugreifen bzw. zu treten.

Auch die schönste Reise hat einmal ein Ende, und so traten wir nach 10 Tagen wieder den Heimflug an. Quito-Miami-London-Wien in knapp über 26h von Tür zu Tür. Und das Beste dabei, Ankunft in Wien am Samstag um 14:05 und damit alle Chancen rechtzeitig um 16:00 im Pub zu sein, um das Spiel gegen Sunderland zu sehen. Gesagt getan.

Am Ziel
Auch dieses Spiel haben wir gewonnen, mit hängen und würgen zwar, aber auch verdient irgendwie. Und so hanteln wir uns weiter mit einem etwas dünnen Kader und der einen oder anderen Verletzung.

Heute geht es gegen Blackburn und auch wenn Koscielny, Vermaelen und Wilshere den Fitnesstest nicht bestehen, sollten wir das schaffen. Wie immer halt knapp, aber danach fragt nachher keiner mehr.
Am Dienstag dann Bayern daheim, das wird auch irgendwie werden und am Ende haben wir zwei Pokale...Ich sollte echt aufhören diese Kokablätter zu kauen.

Upt the Arsenal und bis zum nächsten Mal!

Meerschwein, sehr lecker!
          

Dienstag, 29. Januar 2013

Brighton Rock und andere Hits

Mit einer Mischung aus Faulheit und Stress hat der Kanonier es fast geschafft, sich die Pointe zu vermasseln, auf die er sich gefreut hat seit Arsenal FC gegen Brighton&Hove Albion ausgelost wurde.

 
Eine Perle der Rockgeschichte!

So, jetzt ist es raus (vorausgesetzt der Leser hat sich das Stück angehört! Für die älteren Leser: Einfach auf den Pfeil in der Mitte vom Bild drücken! Wenn dann immer noch nichts zu hören ist, Boxen aufdrehen oder anstecken. Wenn keine Boxen vorhanden sind? Wie zum Teufel haben Sie es überhaupt bis hierher geschafft?). Der Kunstgriff mit den anderen Hits (der nur notwendig wurde, weil ich den Blog nicht am Tag nach dem Spiel geschrieben habe) bezieht sich auf das Spiel gegen West Ham, wo in magischen 10 Minuten unsere Angreifer gezeigt haben, dass die hohe Kunst des Wenger Ball doch noch beherrscht wird. Das war ja klar, nach dem ich geschrieben habe, dass das Team diese Art von Fußball nicht mehr spielen kann. Vielleicht sollte ich als nächstes einmal behaupten, die Bayern schlagen wir nie! So das hätten wir auch geklärt.

Der Sieg im FA Cup wurde dadurch aufgewertet, dass Chelsea, Tottenham und Liverpool ihre Gegner aus niedrigeren Ligen nicht besiegen konnten. Und Brighton war da sicher noch der Stärkste. Als nächstes geht es gegen Blackburn, wir dürfen also mit dem Viertelfinale spekulieren. 

Ansonsten ist dem Autor dieser Zeilen gelungen, eine Reise ins ferne Ecuador (zu einer Hochzeit) so zu planen, dass er zweimal in London landet, wenn Arsenal ein Heimspiel bestreitet, ohne dass er dabei sein kann. Auch eine Kunst. Somit werde ich das Spiel gegen Liverpool gar nicht sehen, außer ich versuche mit meinem IPad einen Stream zu finden. Aber da ich mich in einem Flugzeug über dem Atlantik befinden werde, würde man vermutlich in den Nachrichten davon hören. "Wahnsinniger Fußball Fan verursacht Flugzeugabsturz".

Für den geneigten Leser heißt das, 2 Wochen kein Kanonendonner. Vor allem dass ich über das Ende des Transferfensters nicht berichten kann, schmerzt mich. Die Bewertung der Spieler die Arsenal gekauft hat...*seufz*. Es sieht also wirklich danach aus, als würde Arsenal FC sich nicht verstärken. Aus schon öfter vorgebrachten Gründen, halte ich das für fahrlässig. Die Qualifikation für die Champions League zu riskieren, auch wenn wir nicht gleich Pleite gehen werden, wenn wir einmal nicht dabei sind, ist unverständlich. Ein Blick auf unseren morgigen Gegner verdeutlicht das. Umso interessanter wird allerdings das Duell.

Wie auch immer, haltet durch bis ich wieder da bin,

Euer Kanonier!
       

Montag, 21. Januar 2013

Krise oder nicht Krise?

  • Zugänge seit 1.1.2013 0
  • Punkte seit 1.1.2013 1
  • Vertragsverlängerungen seit 1.1.2013 1
  • Überstandene Runden im FA Cup seit 1.1.2013 1 
Alles in allem schwer zu sagen, ob das schon eine Krise ist. Faktum ist, wir haben gegen Swansea und Chelsea jeweils nur eine Halbzeit wirklich gut gespielt. Und während es gegen Swansea, durch ein Prachttor unseres neuen Helden Jack Wilshere, zu drei Punkten gereicht hat, konnten wir gegen Chelsea nur mehr den Anschlusstreffer durch Theo Walcott bejubeln. Auch das war ein Prachttor, aber unser neuer Topverdiener, mit zwischen GBP 90.000,-- GBP 100.000,-- in der Woche plus über GBP 3. Mio. Bonus, konnte das Spiel eben nicht herumreißen. Zumindest bemüht hat er sich diesmal. Eine taktische Analyse findet der Leser bei Zonal Marking und die Zahlen von 7amKickoff sind auch sehr aufschlussreich. Das Problem war also nicht das Foul vor dem ersten Tor oder die schwer zu sehende Schwalbe vor dem zweiten. Es ist und bleibt der Mangel an Alternativen von der Bank und das Fehlen von Anzeichen den Kader verstärken zu wollen. Wenn wir mit diesem Team die Saison zu Ende spielen, dann wird das eine zache (zähe) Geschichte. Nichts ist unmöglich, schon klar, aber die eine oder andere Verletzung mehr und es wird düster. (Und ja ich weiß, dass wir Diaby noch immer im Kader haben!).

Nach wie vor geistern die Namen verschiedener Spieler durch die Medien, aber der Kanonendonner bleibt seiner Linie treu. Erst wenn Messi das rote Trikot mit den weißen Ärmeln (oder das violett dunkelblau gestreifte) übergezogen hat, dann ist er ein Arsenal Spieler. (Und nein, dieses Gerücht gibt es nicht wirklich!). Wir werden im Moment eher mit „Neuigkeiten“ wie dieser erfreut (gute Satire dazu).

Übermorgen geht es gegen West Ham und mit ein bisschen Glück können wir einen Sieg einfahren, um die Lücke auf Tottenham auf vier Punkte zu reduzieren. Aber wie schon erwähnt, mit diesem Mangel an Konstanz und dem eher dünnen Kader, wird das wieder ein K(r)ampf, wahrscheinlich bis zum Ende der Saison. Ob ich dem nervlich gewachsen bin, weiß ich ehrlich nicht. Ein kurze Verschnaufpause verschafft mir ein Ausflug nach Ekuador, zu einer Hochzeit. Dass bedeutet für ca. 2 Wochen keinen Kanonendonner, keine Abgesang auf eine Transferzeit ohne Einkauf und, wenn überhaupt, Arsenal zum Frühstück.

Davor freue ich mich aber noch auf unsere Fahrt nach Brighton, denn dazu gibt es einen supercoolen Blogtitel!

Up the Arsenal!    

Montag, 14. Januar 2013

Es wir immer besser

Das kommt dabei heraus, wenn man übermüdet und mit einem Kater (Fußball-Bier-American Football-mehr Bier-Tequila) versucht, einen originellen Titel zu finden. Aber nach dem gestrigen Tag ist es schwer die passenden Worte zu finden.

Gegen Manchester City zu verlieren ist grundsätzlich keine Katastrophe. Noch weniger, wenn einer der Innenverteidiger nach wenigen Minuten (völlig zu Recht) vom Platz gestellt wird. Und trotzdem macht sich bei mir ein seltsames Gefühlt der Resignation breit. Den Boden bereitet für dieses Gefühl, hat eine Erkenntnis während des Spiels Manchester United gegen Liverpool. Van Persie hat wieder einmal getroffen und ich musste an den Zeitungsartikel denke, in dem die Geschichte seines Transfers offenbart wurde. Ich glaube nach wie vor, dass die Entscheidung, einem verletzungsanfälligen Spieler seines Alters ziehen zu lassen, statt ihn zum Topverdiener bei Arsenal zu machen, nicht vollkommen irrational ist. Fast bei allen Spielern, die uns in den letzten Transferzeiten verlassen haben, kann man logische Argumente dafür finden, warum man sich ihrem Wunsch den Klub zu verlassen, nicht in den Weg gestellt hat. Das ist an dieser Stelle auch schon ausführlich behandelt worden.
Ebenso kann man bei den meisten Zugängen argumentieren, dass es sich um kluge Verstärkungen handelt. Ausnahmen wie Park bestätigen da die Regel. Und der unerklärliche Leistungsabbau von Spielern wie Chamakh oder jetzt Gervinho sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre ersten Auftritte nicht den Eindruck vermittelt haben, als wären Sie die Flops von morgen (also heute). Aber, und das ist jetzt (Trommelwirbel) die Erkenntnis, die mich da auf meinem Fernsehsessel traf wie ein Blitz, während van Persie seine neuen Freunde herzte: In Summe wirken die Zu- Abgänge der verwichenen Transferperioden nicht wie die Teile eines Konzepts. Das ist Stückwerk und die mutmaßliche Untätigkeit im aktuellen Transferfenster verstärkt diesen Eindruck noch. Und das finde ich ernüchternd.

Auf dem Feld setzt sich in Form von Auswahl der Spieler und Taktik fort, was in der Transferpolitik seinen Ausgang nimmt, nämlich das Fehlen eines Plans. Zumindest kommt es dem Laien (und der Kanonier sieht sich als solcher) so vor. Ich will da gar nicht in den Chor der Stammtischtrainer einstimmen, die meinen Arsène Wenger hat gar keine Ahnung von Taktik. Das ist natürlich Blödsinn. Aber die Tatsache, dass wir unser übliches Spiel nicht mehr wirklich beherrschen (schnelles Kurzpassspiel, blitzartige Angriffe), und das schon seit einigen Jahren wenn wir ehrlich sind, hat sich in der Ausrichtung der Mannschaft nicht niedergeschlagen. Die leidtragenden sind zunächst die Spieler. Die einen müssen dauernd spielen und wirken müde, die anderen spielen fast gar nicht und wirken entsprechend eingerostet und manche, wie Ramsey, werden konsequent auf Positionen eingesetzt, wo sie nicht ihre besten Leistungen abrufen können. Die Konsequenz daraus sind schlechte Leistungen und daraus wieder ergibts sich eine psychische Belastung, die unsere Gunners labil erscheinen lässt. In zweiter Linie leiden natürlich die Fans. Für sehr gutes Geld bekommen sie nicht ganz so gute Leistungen geboten. Die, in letzter Zeit viel diskutierten, Ticketpreise sind deswegen so hoch, weil Arsenal die vierthöchste Gehaltsrechnung der Liga hat. Da wir aber das Geld, in quasisozialistischer Art, gleichmäßig über den Kader verteilen, führt das zu einem Phänomen, dass man auch im echten Leben beobachten kann (Jetzt ist es raus, der Kanonier ist ein neoliberaler Erbsenzähler!). Minderleister, wie Bendtner, Chamakh oder Denilson sind nicht zu verkaufen, weil sich kein andere Verein die Gehälter leisten kann und bei dem was an Leistung zu erwarten ist auch nicht will. Es bleiben Leihgeschäfte, bei denen Arsenal FC wahrscheinlich noch Teile des Gehalt weiter zahlt. Auf der anderen Seite haben wir Top Spieler oder solche die sich dafür halten (Theo?), die anderswo mehr verdienen können und gehen. Oder sie kommen gar nicht erst zu uns, wie Mata oder Harzard. 
Das gehört schleunigst abgestellt. Natürlich werden wir auch dann, wenn wir das ändern, keine Summen wir ManShity oder Chelski zahlen, aber auch United tut das nicht und bekommt trotzdem ganz gute Spieler. Ob Wenger dazu Willens ist, schließlich ist diese Gehaltspolitik seine Idee, kann ich nicht sagen. Der Klub hat offenbar eine andere Lösung im Sinn, nämlich der Konkurrenz zu verbieten Geld auszugeben, damit man das selbst nicht tun muss. Dazu ein ausgezeichneter Artikel von Martin Samuel über den Vorschlag von Arsenal, die Financial Fair Play Rules noch zu verschärfen. Für einen Arsenal Fan, der gleichzeitig ein neoliberaler Erbsenzähler ist, ist das eine Win Win Situation. Entweder der frei Markt siegt oder Arsenal profitiert. Allerdings würde auch, wenn dieser Plan durchgeht, eine flache Gehaltsverteilung schädlich sein, denn andere Klubs, die nicht mit dem Geld um sich werden, zahlen Top Spielern auch mehr als den Kaderergänzungen.

Sollte Arsène wirklich kein Konzept mehr haben, dann ist es an der Zeit einen Nachfolger zu suchen, der ein solches hat. Ich würde mich freuen, wenn Wenger selbst noch den Karren aus dem Dreck zieht. Aber danach sieht es im Moment nicht aus.

Wie auch immer, die kommenden zwei Wochen sind eine Art Wasserscheide. Im schlimmsten Fall stehen wir am Ende ohne neue Spieler da, sind aus dem FA. Cup ausgeschieden (natürlich gegen Brighton, damit wir uns nicht einmal ein Spiel erspart haben) und blicken erneut in den Abgrund zwischen uns den Sp*rs bzw. den 4. Platz. 

Trotz allem, Up the Arsenal!
 

Montag, 7. Januar 2013

Das gebe ich Dir schriftlich!*

*Zitat von Fred Perry, das gestern gefühlte 45 mal, also im Schnitt alle zwei Minuten während des Spiels, an mich gerichtet wurde, jeweils als Abrundung einer messerscharfen Analyse des Zustandes unseres Teams. Wobei unsere Gunners demnach ohne weiteres an der Christopher Street Day Parade teilnehmen können. 
(Der zitierte legt Wert auf die Feststellung, dass er nur das Beste für Arsenal will! Anm. d. Red.).

Zugegebenermaßen war das Spiel gestern eine eher zähe Angelegenheit, wobei sich der Kanonier zum einen auf besagtes Spiel, als auch auf die Verteidigung unserer Spieler gegen Angriffe eines wohlmeinenden Fans verteidigen musste (Name der Redaktion bekannt), was alles nur noch anstrengender machte. Da hilft auch kein bleiches indisches Ale. Immerhin wurde Arsenal nicht vorgeführt, wie beim Heimspiel in der Liga, aber so rasend viel Produktives gab es von unserer Seite auch nicht, zumindest in der ersten Halbzeit. In der zweiten war es dann besser, was unmittelbar zum 1:0 für Swansea führte. Unsere Innenverteidigung hat sich dabei ordentlich angeschüttet und Szczesny ging zu Boden wie ein Bahnschranken. Aber Arsenal liebt das Comeback und so kamen wir zurück. Der eingewechselte Podolski sorgte für Schwung und erzielte das 1:1. Danach besorgte Gibbs mit einem Prachtvolley das 2:1 (einer unserer Außenverteidiger, der offensiv vollkommen unbrauchbar ist, wenn es nach Fred P. geht). Aber damit die Arsenal Fans nicht auf die Idee kommen, dass 2013 anders wird, kassierten wir tatsächlich noch den Ausgleich. Raumdeckung heißt halt nur so, den Zweikampf suchen muss man trotzdem.

Ein Replay also. Großartig, wir haben ja noch so viele Termine frei im Jänner. Wie wäre mit dem Dienstag dem 21.1. um 11:30? Diese Woche ist die letzte bis 2.2., wo Arsenal nicht alle 3 Tage ran muss. Vorausgesetzt wir gewinnen das Replay, sonst haben wir doch noch eine kleine Pause. Das alles mit einem Kader, der jetzt schon sichtbar am Zahnfleisch geht. Die Tatsache, dass wir aber jetzt doch Spieler verliehen haben, wie Chamakh und Djourou, bzw. das Fehlen von Gervinho und der mögliche Loan für Miquel, sind für mich starke Indizien, dass wir Spieler holen wollen. Arsène spielt zwar wieder dass "Wenn wir was finden was passt" Spiel (Großartig dazu, der Schluss des letzten Arsecast!), aber ich glaube hoffe, dass er nur blufft. Faktum (und ich benutze diese Wort nicht leichtfertig) ist, dass wir mit dieser Besetzung (und ich spreche von der Zahl, nicht unbedingt der Qualität) nicht weit hupfen werden. Im gestrigen Spiel gab es einen Moment, wo Giroud verletzt im Strafraum lag. Wer hätten ihn den ersetzten sollen? Stürmer saß keiner mehr draußen.

Also hoffen wir das Beste, wollen tun wir das sowieso alle. Lassen wir die schwarzen Schals im Schrank (Dreamer fragte übrigens, ob man die im offiziellen Fan Shop bestellen kann...*kicher*) und genießen wir die letzte ruhige Woche bevor die Gunners sich Manchester City, Swansea im FA Cup, Chelsea, West Ham, eventuell Brighton im FA Cup (dazu gäbe es einen coolen Song von Queen) und Liverpool stellen. Nach diesem Stahlgewitter stehen wir entweder am Rande des Abgrunds oder wir sind einen Schritt weiter…!KALAUER ALARM!

Come on you Reds!