Freitag, 2. März 2012

Fortsetzung folgt, Bitte!

Leider habe ich nur kurz Zeit ein paar Zeilen in den Computer zu klopfen. Morgen geht es nach Liverpool und das Team ist gefordert, dem überzeugenden Auftritt von letztem Sonntag einen weiteren folgen zu lassen.

Offenbar sind einige Spieler angeschlagen und wer fit genug ist aufzulaufen, werden wir erst kurzfristig erfahren. Aber vor allem die Defensive wird es wieder einmal sehr eng und wir können nur hoffen, dass wir die letzten 13 (Oh mein Gott) Spiele in diesem Hinblick halbwegs überstehen. Liverpool auf der anderen Seite schwimmt auf der Euphorie Welle eines sehr glücklichen Siegs im Carling Cup Finale letzten Sonntag. Gegen Cardiff. Wer würde schon gegen einen unterklassigen Gegner ein Finale verlieren? Oh!
Auf Arsenal wartet danach das Rückspiel gegen Milan, das nach dem Derby nicht mehr ganz so unmöglich scheint wie direkt nach unserem schwachen Auftritt im San Siro.

Am Montag kam unser neustes Finanzergebnis heraus, für dessen Analyse ich wieder auf den Meister der Zahlen Swiss Ramble verweise. Ich selbst muss den ganzen Artikel erst lesen und werde hoffentlich in den nächsten Tagen meinen Senf dazugeben können.

Die Gerüchteküche kochte das Podolski Gerücht neu auf. Da die ursprüngliche Quelle die Bild Zeitung ist, ist das alles nur mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Und ob Podolski wirklich der Spieler ist der uns fehlt, wage ich zu bezweifeln. Auf der anderen Seite, gegen Park und Chamakh in der derzeitigen Form ist alles eine Verbesserung und ein deutscher Nationalspieler ist prinzipiell nicht zu verachten. Außer vielleicht Gomez, den kann ich gar nicht leiden.

Also, viel Spaß beim morgigen Spiel. Ich kann mir das leider nur als Aufnahme ansehen, da wir einer unpassend platzierten Geburtstagseinladung folgen müssen und ich hoffe, dass ich keine SMS erhalte die mir verraten was mich erwartet. Da bin ich ziemlich neurotisch.

Das soll es auch schon wieder gewesen sein, bis nach dem Scousers Spiel! Come on Arsenal!
Fortsetzung [Fortsetzung]

Montag, 27. Februar 2012

Eine klare Antwort!

Wenn es jemals in der Geschichte des Fußballs eine klare Antwort auf diverse Fragen geben hat, dann war es das 5 (fünf) zu 2 (zwei) von Arsenal FC gegen den aufbegehrenden Nachbarn aus dem seit 1963 zu London gehörenden Tottenham.

Die Fragen lautenden: Wer ist die Nummer Eins in Nord London? Gibt es eine Verschiebung der Kräfte? Ist Arsenal am Ende? Kann Tottenham Arsenal herausfordern? Sind die Spieler von Arsenal den Anforderungen der Premier League gewachsen? Die Antwort auf alle diese Fragen lautet 5 zu 2 oder im Detail: Arsenal FC! Nein! Nein! Nein! Ja, und wie!

Das Drehbuch hätte sich letzte Nacht einen Oscar verdient. Nach einem Konter mit einem abgefälschten Abschluss und einem Elfmeter nach einer Schwalbe von Bale (komischerweise sind die Zeitungen heute nicht voll von hysterischen Artikel über betrügerische Waliser, obwohl Bale schon 2 mal verwarnt wegen "Schauspielerei" wurde  diese Saison) stand es um 14:04 GMT 0:2 und Arsenal am Abgrund. Die Stimmung bei uns im Pub war an einem Tiefpunkt, nachdem der Optimismus vor dem Spiel schon enden wollend war. Lady L hat sich deswegen schon absentiert, da ihr das Lamento über diverse Spieler, das durchaus seine Berechtigung hatte, den letzten Nerv zog. Fred Perry wollte am liebsten den ganzen Kader in die Wüste schicken und Le Bohemien war kurz davor einmal so richtig ausfällig zu werden. Der Kanonier selbst war, noch rekonvaleszent von einer leichten Entzündung der Bronchen, damit beschäftigt nicht seine Stimme zu ruinieren, nicht zu heulen zu beginnen und gleichzeitig die Spieler gegen unfaire Kritik zu verteidigen.

14:53 GMT: Das Pub rockte, die versammelten Arsenal Fans lagen sich in den Armen, sprangen wie wild herum und stimmten alle nur erdenklichen Fangesänge an. Was war passiert? Theo Walcott hat gerade das 5:2 erzielt, und das ohne Fußballhirn. Die natürliche Ordnung war wieder hergestellt und der aufmüpfige Pöbel gezüchtigt.Aber der Reihe nach. Arsenal war eigentlich gleich nach dem 1:0 am Drücker, aber wie so oft, ohne Fortune (sprich Fortühn) im Abschluss. Als beim Stand von 0:2 van Persie die Stange traf, schien alles seinen üblichen Gang zu gehen. Aber der Ball war noch im Spiel und Arteta chipte in zurück in den Strafraum. Dort zeigte Sagna, dass es jetzt Schluss mit Lustig war und setzte einen wuchtigen Kopfball in die Maschen. Wenig später tänzelte van Persie an der Strafraumgrenze und positionierte den Ball mit einem sehenswerten Schuss zum Ausgleich ebenfalls dorthin. Nach der Pause ging es weiter, als ob selbige nicht stattgefunden hatte, und Rosicky schloss eine Aktion, die er selbst eingeleitet hatte, zum 3:2 ab. Danach war Theo Zeit. Unser Flügelflitzer rauschte zunächst über das halbe Spielfeld, um van Persie zum Pass einzuladen. Den hat er dann fast noch verstolpert aber mit einem sehenswerten Chip über Friedel stellte er auf 4:2. Und wieder wenig später verwandelte Theo ein ideales Zuspiel von Song zum 5:2. Der englische Kommentator merkte an dieser Stelle an: "Tottenham wusste nicht was sie da gerade getroffen hat".

Auf diesen Sieg können wir bauen. Sowohl Arsène Wenger als auch seine Spieler, vor allem Rosicky oder Walcott, haben gezeigt, dass die Mannschaft alle notwendigen Voraussetzungen hat, um ein Top Team zu sein. Das bedeutet nicht, dass plötzlich alles eitel Wonne ist. Aber die Untergangsstimmung der letzten Wochen war eben auch nicht angebracht. Wäre das Ergebnis geblieben wie um 14:03 oder gar schlimmer geworden, dann wäre heute ein "Shitstorm", wie der Engländer sagt, über die Gunners hereingebrochen von epischen Ausmaßen. So aber drehte der Wind und die gesamte Sch***e landete im Gesicht von Redknapp und seinen "Wir wären auch gerne ein großer Klub" Pappkameraden. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Also nicht die Fäkalien. Die lilienweißen Tussis haben ernsthaft geglaubt, weil sie einmal im Jahrtausend ein paar Punkte voran sind, wäre das die Verschiebung eines Jahrhunderte alten Gleichgewichts. Weit gefehlt. Ein Schwalbe macht noch keinen Sommer (höchstens einen ungerechtfertigten Elfmeter, Mr. Bale!), und ein aufgeblasener Gockel Hahn auf einem Basketball ist kein Siegeszeichen. Aber immerhin, Material für eine DVD konnten die Wappler sammeln. 

Arsenal aber hat die Chance nach diesem Spiel auf der Welle der Euphorie ein ordentliches Saisonfinish hinzulegen. Durch unser Ergebnis sind wie wieder 4. und unter Umständen fangen die Spurs an zu wackeln, nachdem sie so hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen sind.Für uns Arsenal Fans war das jedenfalls ein wunderbarer Tag. Wer sich gestern nicht erinnern konnte warum er diesem großartigen Klub folgt, dem kann nicht mehr geholfen werden. Auf zu besseren Ufern und 

We love you Arsenal, we do!
Video by Vlad Video
Yeeeeeessss! (c) Sun Mobile



Samstag, 25. Februar 2012

Eine Frage der Ehre

Morgen um 13:30 Ortszeit beginnt unsere letzte Mission für diese Saison. "Operation Platz 4". Vieles ist diese Woche darüber gesagt worden, wie wichtig das Erreichen dieses magischen Tabellenplatzes wirklich ist (Tim Stillman@arseblog, arse2mouse). Und auch wenn die praktische Auswirkungen vielleicht nur finanzieller Natur wären, so bleibe ich dabei, dass die symbolische Wirkung verheerend wäre. Die Meinung unseres geliebten Managers allerdings, dass der vierte Platz wie ein Titel ist, kann ich nicht teilen. Um nicht zu sagen, dass ist eher lächerlich.

Am Beginn der Mission steht jedenfalls das North London Derby. Und das zu gewinnen ist eine Frage der Ehre. Tottenham hat die Chance, das "Double" zu schaffen, also beide Spiele in einer Saison gegen uns zu gewinnen. Sollte das passieren, nachdem was in den letzten Wochen schon passiert ist, dann haben wir wahrscheinlich wieder einen Punkt erreicht, an dem die Hölle losbricht. Arsenal Fans zerfetzten sich verbal schon jetzt und auch der Zorn auf Trainer und Klubführung würde dann wohl endgültig überkochen.

Aber hat Arsenal im Moment das Potential die Sumpfbewohner zu schlagen? Ob Koscielny und Gibbs spielen werden, entscheidet sich heute, ansonsten muss wieder einmal in der Defensive gebastelt werden. Und weil wir ja aus den Vollen schöpfen können (Ramsey ist ebenso verletzt wie Coquelin), was unseren Kader betrifft, haben wir gestern Arshavin an St. Petersburg ausgeliehen. Der regelmäßige Leser weiß, was ich von dem faulen russischen Sack gehalten habe und auf der Liste der Spieler, die wir im Sommer abgeben sollten, war er ganz oben dabei. Aber trotzdem war er immer noch eine Alternative und konnte in einem lichten Moment etwas zählbares beitragen. Zuletzt das Assist für den Siegestreffer von Henry in Sunderland. Ihn jetzt abzugeben, wo wir keine Möglichkeit haben ihn zu ersetzten ist grob fahrlässig. Langsam wird unsere Personalpolitik wirklich ärgerlich. Möglicherweise hat Arshavin seinen Wechsel erzwungen und dass er zur Leistungsverweigerung fähig ist, hat er ja hinlänglich bewiesen. Aber trotzdem könnte uns das noch teuer zu stehen kommen. Ich meine vor allem in dem unwahrscheinlichen Fall, dass sich einer der anderen Flügelspieler verletzt (ich weiß, bei Arsenal völlig utopisch).

Tottenham im Gegensatz dazu, schwimmt nach wie vor auf der Welle des Erfolges. Der, auch hier, oft prophezeite Einbruch blieb aus und auch Redknapp hat sich nicht sofort auf den Job des englischen Nationaltrainer gestürzt. Gröbere Verletzungssorgen plagen den Möchtegernklub auch nicht und wenn sie vor dem Spiel keine Lasagne essen, dann wir das eine richtig schwere Aufgabe.

Das Team hat morgen also die Chance zu zeigen, wie es um die oft beschworene "mental strength" wirklich steht und ob allen Beteiligten klar ist worum es in einem Derby geht. Die Lippenbekenntnisse davor sind zwar nett, aber eben nicht mehr als Lippenbekenntnisse. Morgen geht es unter Umständen schon um die Zukunft von Arsenal, morgen geht es vielleicht um die Zukunft einzelner Spieler aber ganz bestimmt geht es morgen um eines, um die Ehre.

Come on you Gunners!
Go and get it!
  

Sonntag, 19. Februar 2012

Realität!

Damit hätten wir das also auch geklärt. Mit einer weiter Substandard Leistung hat Arsenal nicht nur die letzte Titelchance vergeben (nicht einmal die Fair Play Wertung können wir für uns entscheiden) sondern auch unterstrichen, dass Teile der Kritik an Klub, Trainer und Team berechtigt sind.
Auf das Spiel selbst lohnt es sich kaum einzugehen. Arsenal hatte über 70% Ballbesitz und trotzdem kaum Chancen. Mich würde interessieren ob wir nur gefühlt das Team sind, dass das Wenigste aus seinem Ballbesitz macht. Dazu kamen die üblichen Opfergaben an den Fußballgott in Form von Verteidigern. Diesmal waren es mit Coquelin und Sqillaci zwei, dazu mit Song noch ein defensiver Mittelfeldspieler. Also wenn dieser Gott nicht langsam besänftigt ist, sollen wir uns nach einer Alternative umsehen. Dem Interview mit Arsène Wenger kann man entnehmen, dass nur Sqillaci offenbar nichts längerfristiges abbekommen hat. Sollte Gibbs nicht bloß geschont worden sein, dann geht unsere Misere munter weiter. Außerdem haben wir, laut #Orbinho, aus den letzten 7 Schüssen auf das Tor, 7 Treffer bekommen. Das deckt sich mit der ebendort festgehaltenen Tatsache, dass wir die wenigsten abgeblockten Schüsse in der Liga haben. Armer Szczesny.

Wichtiger als ein detailliertes Analysieren, warum wir wieder einmal nicht in der Lage waren, eine ansprechende Leistung zu zeigen, ist festzuhalten, dass Arsenal sich immer schneller auf das Ende der Fahnenstange zubewegt. Sollten wir das Minimalziel Qualifikation für die Champions League verpassen, könnte das Worst Case Szenario folgendermaßen aussehen (ich habe das Meiste an dieser Stelle schon erwähnt, aber trotzdem noch einmal zusammengefasst). Da wäre zunächst der Einnahmen Ausfall, den wir zwar ohne Zweifel überleben werden, der aber auf der anderen Seite unseren Spielraum für Transfers bestimmt nicht vergrößert. Dass bedeutet die benötigten Ergänzungen, werden entweder nicht das gewünschte Ausmaß oder die notwendige Qualität haben. Dann wird van Persie seinen Vertrag aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verlängern, eventuell auch Walcott nicht. Zweiteres mag den einen oder anderen nach den Leistungen der letzten Tage und Wochen vielleicht nicht so schrecken, aber die Wirkung nach außen würde ich in beiden Fällen ähnlich einschätzen. Der Verlust von Spielern mit denen der Verein identifiziert wird und die ein entsprechendes Flair verbreiten, potenziert die Schwierigkeiten, adäquaten Ersatz zu verpflichten. Jeder kann sich selbst die Frage stellen, ob er zu einem Arbeitgeber wechseln würde, der gerade seine besten Aufträge und gleichzeitig seine besten Angestellten verloren hat und außerdem im Bereich Gehälter für Spitzenkräfte nicht mit der Konkurrenz mithalten kann. Und damit wären wir beim vorläufig letzten Puzzlestein für den Untergang. Die in den nächsten Jahren anstehenden Verhandlungen über die Aufstockung und Neuverhandlung bzw. Ausschreibung unserer Sponsoren Deals, wird auf die selbe Weise negativ beeinflusst. Damit wäre dann die einmalige Chance, die Lücke zu den anderen Top Klubs in diesem Bereich zu schließen, vertan. Liverpool ist meines Erachtens das Negativbeispiel, wie ein Klub der um die Meisterschaft mitgespielt hat, immer tiefer und tiefer in die Mittelmäßigkeit absackt (und dabei hat Liverpool im Moment größere Chancen auf einen Titel als wir und spielt ebenfalls um den ominösen 4. Platz mit).

Was also tun sprach Zarathustra (oder so ähnlich)? Nun, zunächst können wir nicht viel mehr tun, als hoffen. Hoffen, dass das Team so schnell wie möglich das Tal der Tränen verlässt. Hoffen, dass der Fußballgott sich langsam aber doch an unseren Opfern gesättigt hat und wir wieder einen halbwegs stabilen Kader bekommen. Und schließlich und vor allem hoffen, dass wir uns im Kampf um die Champions League durchsetzten und natürlich dann auch die Qualifikationsrunde überstehen.
Parallel dazu muss sich das Board, allen voran Stan Kroenke (der sich meiner Meinung nach, im Gegensatz zur Folklore, sehr wohl interessiert aber eben nicht ständig einmischt, wie ein gewisser russischer Mafiosi Oligarch) darüber klar werden, was wie geändert werden muss. Das etwas geändert werden muss, steht glaube ich außer Frage. Ich bin nach wie vor nicht der Meinung, dass eine Änderung nur ohne Wenger geht. Auch wenn das viele Arsenal Fans zu glauben scheinen und die Medien damit schamlos spielen. Diese Geschichte mit Guordiola spottet jeder Beschreibung, noch dazu ausgerechnet nach dem gestrigen Abend. Und wenn man das genau liest, ist es sowieso nur das übliche fabulieren englischer Journalisten. Was nicht heißt, dass es vollkommen ausgeschlossen ist und einen gewissen Charme hätte es zugegebener Maßen auch. Vor allem wenn er Messi mitbringt!
Nein, die Front muss auf dem Spieler Sektor eröffnet werden. Denn Abgängen von Denilson, Bendtner und Almunia (die ja alle immer noch bei Arsenal unter Vertrag stehen) werden einige folgen (müssen). Park, Squillaci und Arshavin sind wohl die wahrscheinlichsten Kandidaten, aber auch Rosicky, Diaby und Chamakh wären keine herben Verluste, um es einmal milde auszudrücken. Ich möchte festhalten, dass ich nicht zu denen gehöre, die diese Spieler für völlig unbrauchbar halten (von Ausnahmen abgesehen). Aber die aktuelle Situation zeigt, dass sich etwas tun muss und das vorhandene Personal offenbar nicht die Qualität hat, die ein Titelanwärter in der Premierleague braucht. Wenn wir jetzt die Zugänge von Gervinho, Santos, Mertesacker, Arteta, Jenkinson und Chamberlain abziehen und auch noch die Abgänge von Nasri und Fabregas berücksichtigen, dann ergibt das einen Bedarf von, Daumen mal Pi, 3-4 Spielern. Sagen wir 3, den Spieler wie Frimpong, Miyaichi und Campbell spielen derzeit bei anderen Klubs. Diese 3 Spieler müssen allerdings oberste Kategorie sein. Damit ist gar nicht gemeint, dass wir jemanden wie Torres kaufen. Dafür haben wir das Geld sicher nicht, und der Erfolg ist ebenso fraglich wie man sieht. Aber Spieler die mehrere der folgenden Merkmale erfüllen, sollten es schon sein. Überdurchschnittliches Talent, Erfahrung, Namen, Erfolge, Führungsqualitäten. Spieler wie Hazard, Reus oder Götze wären solche Kandidaten, mit gewissen Einschränkungen auch Podolski. Ich persönlich hätte auch Freude mit der Verpflichtung von Sturridge, auch wenn seine Pläne Chelsea zu verlassen, eher nach Theaterdonner klingen. Aber es müssen Spieler sein, die den Abgang von Fabregas kompensieren oder eine echte Alternative für van Persie darstellen.

Ich glaube, das würde reichen um Arsenal wieder auf Kurs zu bringen. In Christoph Biermann's "Die Fußball Matrix" (ein Buch über wissenschaftliche Ansätze im Fußball) kommt das sogenannte Zidane-Clustering-Theorem zur Sprache. Danach muss die Qualität von Spielern in einem Team nicht addiert sondern multipliziert werden. Dass bedeutet, dass die richtige Beimischung von starken Spielern, die Leistung der anderen steigert. Theo Walcott wäre meines Erachtens ein klassisches Beispiel für einen Spieler, der mit den richtigen Mitspielern Top ist, aber im umgekehrten Fall kaum Kreisklasse erreicht.

Wie singen die Fanta4 mit Grönemeyer: "Es könnte alles so einfach sein...ist es aber nicht!" Damit gebe ich zurück an das wirtschaftliche und sportliche Management und schließe diesen Punkt mit einem Spruch aus der Werbung "Hubert, mach was!" (Hat nichts mit Danone zu tun! War glaube ich Erste Bank und ist schon ein Zeit lang her. Ich finde jedenfalls kein Video dazu).

Erfreuliches gibt es auch noch. Ich wurde Gesten von Fred Perry (Name vom Blogger geändert) auf meinen Blog angesprochen und zwar sehr positiv. Worauf ein anderer Kollege aus dem Fanclub gemeint hat "Was Du bist Kanonendonner?" und ebenfalls ein erfreuliches Feedback gegeben hat. Es ist schön zu hören, dass die Leserschaft soweit zufrieden ist und sich dieser kleine Blog langsam über den "Onkel und Tanten Konzert" Status hinaus bewegt. Ich darf euch liebe Leser daher bitte, empfehlt mich weiter, abonniert per Mail, folgt mir auf Facebook oder (besser und) auf Twitter #KanonierWien und vor allem hinterlasst eure Kommentare. Feedback und fruchtbare Diskussion über Arsenal sind herzlich willkommen.

Damit viel Erfolg beim Wunden lecken und bis zum Post vor dem Spiel der Spiele, gegen die Bewohner der Sümpfe!
"Sh*t, und was jetzt?" "Frag mich was leichteres!"

Freitag, 17. Februar 2012

Zurück in der Realität!?

Die eigenwillige Setzung von Satzzeichen im Titel zeigt, dass ich mir noch nicht ganz im Klaren bin, ob das wirklich die Realität ist. Aber langsam beschleicht mich das ungute Gefühl, dass Abende wie der in Mailand langsam aber sicher zu unserer Realität werden.
Spielberichte als solche sind, wie der geneigte Leser vielleicht schon bemerkt hat, nicht meine große Stärke. Das liegt zum einen daran, dass ich das Gefühl habe, nicht genug Details eines Spiels aufzunehmen zu können, weil ich dem Spiel nach wie vor mehr als Fan den als Analyst folge. Zum anderen hindert mich die lustige Runde im Pub daran, mich 90 Minuten auf das Geschehen am Bildschirm zu konzentrieren. Dafür bekomme ich mehr andere Sichtweisen auf das Spiel mit, was wieder die Meinungsbildung fördert. Ich darf daher auf den Eintrag von Arseblog verweisen, sowie auf die Analyse von Four Four Two.
Diese taktische Analyse ist ein guter Anknüpfungspunkt zu der Vorschau mit Matteo im gestrigen Blog. Denn auch mir ist aufgefallen, dass, obwohl die von unserem italienischen Freund aufgezeigte Schwäche von Milan, die Außenverteidiger (kennen wir von irgendwo, oder?), exakt unserer Stärke auf den Flügeln entsprach, Arsène sich entschieden hatte, das System umzustellen und mit einem Vierer Mittelfeld zu spielen. Auf der linken Seite spielte daher Rosicky statt Oxlade-Chamberlain. Was auch immer der Plan war, Four Four Two konnte das auch nicht wirklich feststellen, er ging gründlich in die Hose und ein nicht wirklich überragendes Team aus Mailand deklassierte uns. Und auch wenn die Zahlen (Ballbesitz, Passgenauigkeit, Torschüsse aufs Tor) gar nicht so schlecht sind, so war der Eindruck des Abends, dass Arsenal keine Chance hatte und die Saison in der Champions League damit beendet ist. Um die Sache abzurunden, hat sich auch noch Koscielny verletzt. Wann hatten wir eigentlich das letzte Mal ein Spiel, in dem sich kein Spieler unserer Defensivabteilung eine Blessur zugezogen hat?

Wie auch immer, um auf den Titel zurückzukommen, für das Team, den Trainer, das Management und die Fans stellt sich jetzt die Frage, sind wir wirklich nicht besser als die Leistung im San Siro aussagt. Und so traurig das ist, im Moment kann die Antwort kein klares Ja (wir sind besser) sein. Es war zum wiederholten Mal eine schwache Leistung, es war zum wiederholten Mal ein schmerzhaftes Ergebnis und zum wiederholten Mal musste man das Gefühl haben, dass diesem Team etwas fehlt. Ich ändere meinen Standpunkt nicht, dass die meisten Spieler in meinen Augen das Zeug dazu haben, bei Arsenal zu spielen. Aber in der Summe fehlt da was. Ein Spieler der das Team auch in so einer Situation zusammenhält beispielsweise, der die Mannschaft aufrichten kann und mit einer außergewöhnlichen Einzelleistung wieder Leben in die Bude bringt. Vereinzelt haben wir solche Spieler (van Persie, Vermaelen, eventuell Szczesny) aber es müssten eben mehr sein und vor allem einer im Mittelfeld. Wenn man sich das Mittelfeld vom Mittwoch ansieht, hat man (von rechts in Spielrichtung beginnend) mit Walcott einen Mitläufer, der sehr wertvoll ist, wenn man seine Stärken ausspielt aber fast komplett untertaucht, wenn das Spiel gegen ihn läuft. Daneben Arteta, der ein fleißiger und ballsicherer Verwalter ist aber eben nicht das gelegentliche Genie besitzt, mit dem Cesc gegnerische Abwehrreihen immer wieder aufgerissen hat. Ramsey ist sehr bemüht aber auch mehr ein Arbeiter als ein Künstler und zurzeit zusätzlich überbelastet. Und Rosicky, der wahrscheinlich der Beste war an diesem Abend, ist eben über seinen Zenit hinaus und damit auch nicht mehr in der Lage auf allerhöchstem Niveau ein Team zu führen. Song, von dem ich eigentlich ein Fan bin und bleibe, hat immer wieder Phasen, in denen er regelrecht zu schlafen scheint, vor allem dann, wenn das Spiel nicht wie geplant läuft. Gehören die daher alle weg? Na ganz sicher nicht! Aber wir müssen Cesc vollwertig ersetzten. Wir brauchen wieder einen Spieler der die Kreativität und die Klasse hat, an einem Abend in der Champions League oder an einem Nachmittag gegen einen der Top 4, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Dazu brauchst es dringend einen zweiten Stürmer, der van Persie ersetzten oder im Notfall ergänzen kann. So großartig Henry's Comeback war, aber in Wahrheit hat es in erster Linie offengelegt, und das recht schonungslos, dass uns vorne noch jemand fehlt. Wenn man zu dem Team von vorgestern noch Gervinho dazu nimmt, beziehungsweise den eingewechselten Oxlade, dann sieht das ganze gar nicht mehr so düster aus. Eventuell noch Arshavin, den ich im Sommer trotzdem mehr als gleichwertig ersetzen würde (soll heißen ein erfahrener Nationalspieler mit ähnlichem Potential aber mehr Interesse), dann können wir vielleicht doch nächstes Jahr wieder nach Höherem streben.

Jetzt und heute müssen wir allerdings mit denen auskommen, die wir haben. Auch das scheint mir nicht unmöglich. Bei Chelsea geht es drunter und drüber und Liverpool und Newcastle sind, trotz aller Schwächen die wir haben, nicht stärker als Arsenal. Ich würde die Chance auf Platz 4 also durchaus als realistisch bezeichnen. Die Spiele gegen Tottenham Newcastle und Liverpool, die in den nächsten Wochen auf uns zu kommen, werden jedenfalls zeigen, wie realistisch diese Einschätzung ist.
Davor geht es zur Reha nach Sunderland. Ein Weiterkommen im FA Cup würde dem Team und auch den Fans etwas von dem Selbstvertrauen zurückgeben, dass in den grauen Nachthimmel von Mailand entschwunden ist. Und außerdem wäre dann immer noch ein Titel drinnen. Wenn man sich vorstellt, Qualifikation für die Champions League geschafft und ein FA Cup im Schrank, das wäre ja ein Aufwärtstrend zu den Saisonen davor. Aber ich möchte jetzt auf keinen Fall übermütig werden, ein Schritt nach dem anderen, vor allem auf den Acker im Stadium of Light.

Come on Arsenal!
"Viel Spaß noch Arsène..."

Mittwoch, 15. Februar 2012

Vorschau auf AC Milan: Interview mit Matteo Scarpellini


Kanonier: Als ich die Auslosung sah, dachte ich mir: „Kein schlechtes Los, es hätte schlimmer kommen können!“ Mittlerweile hat Milan einen ganz guten Lauf, während Arsenal einen eher schweren Winter hinter sich hat. Wie würdest Du unsere Chancen aufs Weiterkommen bewerten?

Matteo Scarpellini: Ich glaube nicht, dass es sich um eine gute Auslosung handelt. Milan ist ein ausbalanciertes Team mit einer guten Defensiv Taktik. Während Arsenal in wichtigen Spielen, auch früher schon, Schwierigkeiten hat. Wenger sagt wir sollen jedes Spiel wie ein Finale spielen! Aber wie welches? Paris 2006 – verloren, das FA Cup Finale gegen Liverpool – unentschieden und Sieg nach Elfmeterschießen, Carling Cup Finale – verloren (gegen Birmingham!). So gesehen sind wir unberechenbar, aber als Fan bin ich natürlich trotzdem zuversichtlich.

K: Milan scheint einen sehr alten Kader zu haben. Wirkt sich das negativ aus (Geschwindigkeit, Ausdauer) oder können sie das  mit ihrer Erfahrung kompensieren?

M: Der Kader mag alt sein, aber er hat vor allem Klasse und Erfahrung. Fast zu viel. Wir müssen aggressiv sein und ihre Beweglichkeit einschränken. Wenn wir sie spielen lassen, werden wir zu viele Probleme bekommen. Normalerweise laufen sie mit einem 4-1-2-3 auf, also einer Viererkette, 3 reinen Mittelfeldspielern, einem falschen Stürmer in der Mitte (Ibrahimovic) und zwei Flügelspielern. Die spielen normalerweise für Ibrahimovic und ziehen vom Flügel in die Mitte.

K: Ich nehme an wir spielen auf unsere übliche Art und Weise, schnell und über die Flügel. Würde Milan das Entgegenkommen? Wie stark sind ihre Außenverteidiger?

M: Ich glaube, dass unsere übliche Taktik ideal sein könnte um Milan zu schlagen! Tatsache ist, dass ihre Schwäche ebendiese Außenverteidiger sind. Abate und Antonini sind nicht gut genug. Und Zambrotta ist schon zu alt (aber auch wieder sehr erfahren).

K: Natürlich kennen wir Spieler wie Ibrahimovic, Nesta, Robinho oder Gattuso. Aber wie schaut es mit den jungen Spielern aus? Irgendjemand der besonders interessant oder gefährlich ist?

M: Ich glaube, dass die interessanten Spieler bei Milan die Jungen sind, speziell El Shaarawy. Er ist wie unser Ox! Nocerino galt als Experiment, aber tatsächlich hat er mehr gespielt als Ibrahimovic. Er spielt tief im Mittelfeld, trifft aber trotzdem oft. Pato ist sowie so ein Top Spieler und extrem gefährlich. Kurz gesagt, Milan hat den perfekten Mix aus erfahrenen und jungen „frischen“ Spielern. Wenn man dann noch daran denkt, dass ihnen eine Van Bommel oder ein Thiago Silva zur Verfügung steht, dann kann man nur einer Gruppe von Top Top Spielern sprechen.

K: Zum Schluss noch, was ist mit Flamini. Spielt er regelmäßig? Ist er wichtig für dieses Team? Oder hätte er doch besser bei Arsenal bleiben sollen?

M: Flamini ist, wie üblich, verletzt. Er hat erst gestern wieder mit dem Training begonnen und sitzt unter Umständen auf der Bank. Aber wenn man ehrlich ist, mit dem oben erwähnten Nocerino kann er auch dort bleiben. Er ist also nicht sehr wichtig für Milan und ich glaube sowieso, dass Ambrosini der beste Mann für seine Position ist. Aufstellung erwarte ich folgende: Abbiati; Abate, Mexes (Nesta), Thiago Silva, Zambrotta; Ambrosini, Van Bommel, Nocerino; Boateng; Ibrahimovic, Robinho (El Shaarawy). 

K: Vielen Dank Matteo und viel Spaß heute Abend in Mailand.
Milans Ox!
Das Experiment ist gelungen!
Das Gras ist ja gar nicht grüner hier! Mäh...

Sonntag, 12. Februar 2012

Abschiedsgeschenk

Sonntag Morgen, ein Tasse (mit Arsenal Logo, was sonst) selbst importiertem Earl Grey Tee von Twinings (der mit dem "Stamp of Aprroval" von Earl Grey VI) und ein Krapfen vom Ströck (österreichischer Bäcker, für Leser von weiter nördlich) dazu die Muse schon seit Stunden auf.

Thierry Henry hat Arsenal gestern zum Abschied (es war sein letztes Spiel auf englischem Boden) ein Tor und damit 3 Punkte geschenkt. Das Spiel selbst rechtfertigt kaum einen Bericht. Auf Grund der fürchterlichen Qualität von Bild und Ton bekamen wir im Pub zunächst nicht allzu viel mit. Dann, wie üblich, als wir uns entschlossen hatten aufzubrechen und ich mein Bier hinuntergestürzt hatte, war das Bild wieder in Ordnung. Wir blieben, aber wirklich mitreisend war das Geschehen auf den Bildschirmen trotzdem nicht.

Die Zahlen sprechen von einem enormen Übergewicht an Ballbesitz (70%:30%). Allerdings bei den Torschüssen steht es nur mehr 14:10 und bei denen aufs Tor 4:3. Es war also kein Durchkommen und das erklärt auch, warum dieses Spiel nicht wirklich schön zum anschauen war. Es ist fast nichts passiert. Bis sich dann die Ereignisse überschlugen. Also überschlagen hat sich Mertesacker. Mit dem Ball sicher am Fuß, blieb er in einem der zahlreichen Löcher auf dem Platz hängen, stürzte und blieb liegen. Auf den ersten Blick hatte man den Eindruck ein Scharfschütze hat ihn außer Gefecht gesetzt. McClean (klingt auch wie ein Name aus einem Agentenfilm) schnappte sich das Leder, zog aufs Tor und schob ins lange Eck ein. Wieder ein blödes Gegentor gegen den Spielverlauf und dazu noch ein verletzter Verteidiger (Bänder im Knöchel). Ich weiß nicht ob ich es hier schon einmal erwähnt habe, aber irgendwer in unserem großartigen Klub scheint ein hässliches Privatduell mit der Schlampe Karma zu haben. Und ohne zu wissen, wie die Gegenschläge von dem oder der Person aussehen, die Schlampe scheint die Oberhand zu behalten. Allerdings betrachtete sie ihr Tagwerk gestern offenbar als erledigt. Arsenal 0:1 zurück, ein Verteidiger außer Gefecht, das Spiel nördlich der Seven Sisters Road. Die sind erledigt, wird sie sich gedacht haben. Die Gunners aber hatten an diesem Tag andere Pläne. Wenger brachte Ramsey, Arshavin und Henry und diese Herrn drehten das Spiel in eben dieser Reihenfolge. Zuerst besorgte Ramsey den Ausgleich, via beider Innenstangen. In der 91. Minute flanke Arshavin (der sonst buchstäblich nichts beigetragen hatte) dann ausgezeichnet in die Mitte und Henry schloss mit der rechten Brustwarze ab. Wir im Pub lagen uns in den Armen, der Tag war gerettet und das Team hatte wirklich etwas von der oft zitierten Mentalen Stärke gezeigt. Nach dem Gegentor hatte man das Gefühl, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen war und so endete ein trüber Winternachmittag in Ekstase.

Dazu kamen noch großartige Nachrichten von den anderen Plätzen. Chelsea verlor gegen Everton 0:2. Davor hatte Liverpool einmal mehr unterstrichen, dass sie dankbar sein müssen im oberen Drittel der Tabelle angeschrieben zu sein. Trotzdem hätten sie nach dem überraschenden Anschlusstreffer fast noch ausgeglichen, weil United schon abgeschaltet hatte. Auch kein Meisterteam, wenn man mich fragt. Vielleicht noch ein kurze Bemerkung zu Suarez. Als verurteilter Täter dem Opfer den Handschlag zu verweigern, zeigt eigentlich nur, was für einen miesen Charakter man hat. Und da ich noch nicht in der Kirche war, kann ich hier noch kurz meine persönliche dunkle Seite zeigen. Sollte Herr Shawcross wieder einmal das Bedürfnis haben, einem Gegenspieler den Fuß zu brechen, dann wäre Suarez wohl der richtige Kandidat. So großartig er als Spieler ist, aber dieses Gfries brauchen wir nicht in der Premier League.
Bei Tottenham gegen Newcastle war schnell alles klar. Damit ist das St. Totteringhams Day Thema wieder vom Tisch. All das führt jedenfalls dazu, dass wir wieder auf dem 4. Platz sind. Und das auf Grund der mehr geschossenen Tore, wenn ich mich nicht täusche (könnte aber auch das direkte Duell gegen Chelsea sein). Diesen Platz können wir für 2 Wochen nicht verlieren, weil nächstes Wochenende FA Cup gespielt wird. Da müssen wir wieder nach Sunderland und können nur hoffen, dass die Löcher im Rasen nicht noch größer geworden sind.

Das war es für heute, ich gehe jetzt in den Dom zur Sonntagsmesse und bereue meine bösen Gedanken.

Für Mittwoch plane ich wieder ein Interview mit unserem Italien Experten Matteo. Bis dahin, up the Arsenal!
Agent "King" Mission vollendet!